Die Newsletter
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass für den Inhalt aufgeführter externer Links ausschließlich der entsprechende Betreiber verantwortlich ist.
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, hallelujah, ich habs geschafft! Homepage aktualisiert. Drei neue Projekte vorgestellt, einige weitere naturnahe Beispiele und einige weitere Pflanzenportraits und Planzeichnungen. Schauen Sie gern rein. Wer Fehler findet, bitte nicht behalten, sondern an mich weiterreichen, danke. Es gibt eine neue Seite, auf der meine bisherigen Newsletter zusammengefasst sind. Sie kommen über den Link "Naturgarten - Newsletter" dorthin. Meine arbeitsreiche Nicht-Winterpause neigt sich dem Ende zu. Nach den Naturgartentagen (externer Link) geht es los. Sieht man sich dort? Im Anhang ein kleiner Hinweis auf eine Saatgut-Tauschbörse. Vielleicht haben Sie Lust hinzugehen? Für mich ist das alles noch weit weg... Aber Mitte Februar, wenn ich mit der Anzucht von Tomaten, Kohlrabi, Salat usw. beginne, wird die Gartenlust wiederkommen. Immerhin hab ich am 10. Januar die erste Kohlmeise singen gehört! Die sind nach meiner Erfahrung jedes Jahr um Mitte Januar die ersten, die sich wieder hören lassen. Sorry für diesen etwas uninspirierten Text, aber das kalte Weiß an der Erde und das triste Grau am Himmel sorgen für recht gedrückte Stimmung... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, ich erspare Ihnen ausführliche nichtindividuelle Weihnachtsgrüße, die uns ja derzeit von allen Seiten um die Ohren fliegen und zumindest mich so gar nicht ansprechen... Ich habe im jüngsten NaBu-Heft einen Beitrag über Ratten und unseren Kampf gegen sie gefunden, sehr spannend (siehe Anhang). Gerade in Hamburg sind sie ja doch ein Problem... Wenn auch wirklich faszinierende Tiere! Leider habe ich einen Flyer, den ich vor Zeiten virtuell in die Hand bekam, erst jetzt auf meinem Rechner wiedergefunden: Eine Vortragsreihe vom Wilde-Wiesen-Netzwerk in der Region Lüneburg. Die beiden ersten Termine sind nun leider schon vorbei, aber drei weitere sind noch im Angebot und klingen sehr spannend (siehe Anhang). Immerhin möchten viele Menschen in ihrem Garten eine Wiese oder "sowas ähnliches". 😉 Wiesen sind aber nicht banal und erst recht nicht einfach nur ungemähter Rasen! Auf ihnen sind sehr viele Insekten und andere Kerbtiere und noch mehr Tiere unterwegs - keinesfalls und hoffentlich nicht nur Honigbienen! Wiesen sind ein Lebensraum für sich, entstanden historisch durch eine ganze bestimmte landwirtschaftliche Nutzungsform, die jetzt leider so gut wie ausgestorben ist. Heutzutage sind Wiesen das Produkt des konkreten Wollens, sowohl im Naturschutz als auch im naturnahen Garten. Die drei noch kommenden Termine der o.g. Vortragsreihe befassen sich damit. Film- und Buchtip hierzu: Jan Haft "Die Wiese". Der BUND Niedersachsen bietet eine Fortbildung zur Streuobstpädagogik (externer Link) an - klingt spannend. Vielleicht will jemand von Ihnen sich weiterbilden? 🙂 Wer einen "optischen und akustischen Wiesenrausch" erleben möchte, dem möchte ich den schon recht alten Film "Mikrokosmos" ans Herz legen, der 1996 im Kino lief. Wikipedia-Info zum Film (externer Link) Ich saß damals in der ersten Reihe und werde nie vergessen den riesengroßen Marienkäfer vor mir, der durch einen riesengroßen Regentropfen von einem riesengroßen Grashalm geschubst wurde. Eine der schönsten Szenen des Films ist aber diese hier, inkl. musikalische Untermalung: (externer Link zu youtube) Sowieso ist auch die Musik einmalig. (externer Link zu youtube) Der ganze Film ein Kunstwerk, das ich immer wieder ansehen kann! Vielleicht finden auch Sie Gefallen daran. Der Film ist auf DVD usw. erhältlich. Vielleicht was für den Familien-Weihnachtsabend? Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, diese Woche habe ich die Saison beendet. Nun steht die Winter"pause" ins Haus. Eine für mich sehr arbeitsreiche, aber doch ruhige und entspannte Zeit, weil ich meinen laaaaangen Aufgabenzettel in Ruhe abarbeiten kann, ohne dass der Aufgaben-Berg, der sich vor mir auftürmt, derweil immer größer wird, wie in der Saison üblich. Ich mag diese Zeit der langen Dunkelheit - wenn ich zu Hause bleiben und dort in Ruhe meinen Dingen nachgehen kann. Das Feuer knistert im Ofen, und ich fummele mehr oder weniger still an den Dingen, die zu tun sind. Ich habe eine sehr informative Broschüre zu problematischen invasiven Neophyten gefunden und aus dem Netz für Sie heruntergeladen. Schauen Sie mal rein! Da ist u.a. beschrieben, wie Sie ausbreitungswütige Problem-Exoten-Bäume kleinkriegen. Superspannend! Nun zum entspannten Teil der Mail. Mir sind kürzliche zwei schöne kleine Lieder über den Weg gelaufen, die doch auch einen Bezug zum Naturgarten haben. 🙂 Dies hier zum schmunzeln: Warum gibt es nur so wenig Hummelhonig? (externer Link zu youtube) (Auch die anderen Lieder von diesem Album sind wirklich niedlich! - z.B. über die Wäschetarierin Motte Lotte oder über Fischflossenflipflops...) Dies hier zum zuhören, das Waldlied: (externer Link zu youtube) Der Wald ist nicht nur der Ort, wo ein paar Tiere wohnen... Es gibt so viel im Wald zu entdecken, da gibts mehr als nur Bäume, Spinnen und Zecken. Genießen Sie die Adventszeit! Und gönnen Sie Ihrem Garten Ruhe. Räumen Sie lieber draußen nicht auf - die dort überwinternden Kleintiere werden es Ihnen danken. Wenn Sie von Wegen Laub entfernen, können Sie dieses an anderer Stelle mulchen, z.B. auf dem Gemüsebeet, unter dem Beerenobst (insb. Himbeeren und Erdbeeren), unter Bäumen und Sträuchern bzw. Hecken. Das Laub schützt den Boden vor Frost und Erosion, schützt die Wurzeln im Boden, sorgt im kommenden Frühjahr für eine gute Bodengare... Auch auf Ihrem Rasen oder der Wiese kann etwas Laub liegen bleiben als Futter für die Regenwürmer. Regenwurm zieht Blatt in den Boden (externer Link) Blatt in den Boden gezogen (externer Link) Ich hab schon mal eine Rasenfläche gesehen, auf der ganz viele Laubblätter senkrecht im Boden steckten... 🙂 Ich tauche jetzt ab... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, vor einiger Zeit schon gab es einen spannenden Beitrag im DLF zur Rolle invasiver Pflanzen, hier am Beispiel des Indischen Springkrautes (externer Link, viereinhalb Minuten) Und dann fand ich im BUND-Heft eine wie ich finde alarmierende Meldung zu Pestiziden in Zierpflanzen. Noch ein Grund mehr, lieber nur bio zu kaufen... Was ich spannend finde: Unsere heimische Rotbuche (Fagus sylvatica) bildet dreimal pro Jahr ihre Blätter neu - weil diese so oft und viel abgefressen werden. Das ist für sie kein Problem, weil diese "Invasion" seit Jahrtausenden so läuft und sich die Buche darauf eingestellt hat. Ähnlich halten es auch andere Pflanzen mit ihren entsprechenden "Fress-Gästen." Statt dass wir uns bei Fraßspuren an einer heimischen Pflanze also entsetzt fragen, wer das wohl war und was man dagegen tun kann, sollten wir uns entspannt zurücklehnen und uns freuen, dass es jemandem schmeckt! Sehr beliebt ist in dieser Hinsicht auch der Wasserschnellball Viburnum opulus, dessen Blätter oft komplett skelettiert werden. Aber keine Sorge, der kann das. 😉 Wo ich allerings nicht mehr entspannt bin, das sind "Fress-Gäste" an meinen Nutzpflanzen. Ja, da bin ich geizig. 🙂 Da muss dann geschützt oder abgesammelt werden... Wir hören immer wieder, wie wichtig es sei, Bäume zu pflanzen, v.a. zur Erhöhung bzw. Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur Beschattung und Kühlung. Bäume zu pflanzen, ist aber nur die viertbeste Lösung. Die beste ist: bestehende Bäume erhalten. Zweitbeste Lösung: Falls Baumstubben wieder austreiben, die Triebe zu neuen Bäume heranwachsen lassen: Die haben schon eine große Wurzel und deshalb sehr gute Chancen. Drittbeste Lösung: Bäume säen. Jeder, der mal einen Eichenkeimling gejätet hat, weiß, wie lang seine Primärwurzel ist, dass sie das erste ist, was er losschickt. Und nicht ohne Grund! Mit der tiefen Wurzel (egal, ob Pfahl- oder Herzwurzel usw.), die ein Samen ausbilden kann, ist die Pflanze (egal welche) wesentlich resilienter gegen die Unbilden des Wetters und Klimas, insb. Trockenheit, eben weil ihre Wurzel so groß, breit und tief ist. Deshalb ist es nur die viertbeste Lösung, Bäume zu pflanzen, und je größer bei der Pfanzung, um so schlechter für den Baum (und jede andere Pflanze). In der Baumschule werden die Keimlinge unterschnitten und mehrfach verpflanzt, um einen kompakten Wurzelballen zu bekommen. Krone und Wurzel sind in krassem Ungleichgewicht. Ulrike Aufderheide (Biologin und eine Koryphäe im Naturgartenverein) bezeichnet diese Bäume als Intensivpatienten, weil sie so stark von unserer Fürsorge nach der Pflanzung abhängig sind und nie so resilient werden können wie Pflanzen, die aus dem Samen an Ort und Stelle gekeimt sind. Ausgestattet mit dieser Erkenntnis sollten Sie auf wilde Gehölzsämlinge mit anderen Augen sehen... 🙂 Und wenn Sie über sogenannte "Klimabäume" reden hören oder lesen, dann seien Sie versichert: Einen heimischen Baum (insb. Eichen!!!) zu säen, ist wesentlich erfolgversprechender, als einen exotischen und angeblich "klimaresilienten" Baum, der nicks taugt (= der heimischen Tierwelt unbekannt ist) zu pflanzen! Dazu ein Bildschirmfoto aus einem Vortrag von Ulrike Aufderheide, in dem Gehölzarten gelistet sind, sortiert nach der Zahl der auf ihnen gefundenen Tierarten. Ganz vorn und ungeschlagen Stieleiche und Salweide. Der "Baum des Jahres" (DIE Fehlentscheidung des Jahres!), die Roteiche aus Übersee, rangiert sehr weit unten... Und hat noch mehr Nachteile, auf die ich hier aber nicht eingehe. Das lässt doch tief blicken... Noch eine Bitte: Räumen Sie Ihren Garten jetzt bitte nicht zu sehr auf. Lassen Sie Laub unter Gehölzen liegen. Schneiden Sie Stauden nur zurück, wenn die wirklich unansehnlich sind, z.B. Labkräuter, Margeriten. Umgefallene trockene Stengel können Sie abschneiden und senkrecht wieder in den Boden stecken - Schmuck, Überwinterungsplatz und Futterquelle! An Kardenstengeln z.B. werden Sie dann gewiss Distelfinken beobachten können. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, heute gibt es wieder einen "pickepacke" vollen Newsletter. Viele Links und Dateien, dafür diesmal keine Anekdote. 🙂 Nur der Hinweis: Auch wenn der Juli verregnet schien - er war es nicht, und die Dürre ist noch immer da. Frisch bepflanzte Beete und neue Gehölze brauchen Wasser - selten, dafür gründlich. Was ich spannend finde, eine Aktion/Netzwerk in Hamburg: www.heckenretter.org (externer Link) Beim Campus Botanicus (externer Link) können Sie sich in aufschlussreiche Vorträge einbuchen, die nicht viel kosten bei sehr viel Inhalt. Dies hier bitte nicht persönlich nehmen: "Tschüß, ihr Schleimer!" (externer Link zu youtube) Das mit der Wolle ist auch mein Eindruck, aber meine Minze mach ich lieber zu Tee... 🙂 Einige wirklich überraschende Details, wie ich finde. Und dann noch ein paar Dateien: Im jüngsten NaBu-Heft fand ich einen spannenden Artikel über eine der schönsten Artengruppen für naturnahe Gärten: Skabiosen. Bei mir hat die Gelbe Skabiose schon seit Wochen ihren großen Auftritt und leuchtet im Dämmer mit ihren hellgelben Blüten... Selbstverständlich habe ich mir die im letzten Newsletter angepriesene Insektenausstellung in Lüneburg nicht entgehen lassen. Die war wirklich toll! Alles, was wir im Naturgartenverein immer predigen, wurde auch dort gezeigt. Die spannendsten Schautafeln habe ich für Sie abgelichtet: Ein kleiner Hinweis zu Insektennisthilfen und ihrem Wert. Ein paar Augenöffner, die Blumen und ihre Rolle als Nicht-nur-Nektarspender betreffend. Einige Hinweise zur Pflege von Wiesen. Ein Irrtumsaufräumer hinsichtlich Honigbiene und Wildbienen. Und dann war ich letztens in Altenburg und dort im neckischen kleinen Inselzoo, wo ich eine tolle Vogeluhr fand - an der können Sie ablesen, wie "spät" es ist, wenn Sie erstens wissen, wann die Sonne aufgeht, und zweitens, wer da grad singt. 🙂 Vielleicht geht es auch andersrum: Sonnenaufgang plus Uhrzeit und dadurch Rückschluss auf den Sänger? Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, da kommt schon der nächste... Und wieder nur kurz. Kennen Sie schon den youtube-Kanal des Naturgartenvereins (externer Link zu youtube) ? Der lohnt sich - vielleicht gönnen Sie sich abends ab und zu statt eines Filmes mal einen der Beiträge? 😉 Und eine kleine Anekdote von eben: Dieses Jahr schlüpfen bei mir aus dem Teich an der Terrasse v.a. kleine hellbraune Libellen, nachdem in den ersten Jahren die Blaugrüne Mosaikjungfer überall ihre Exhuvien hinterließ. Falls jemand eine Idee hat, wer die kleine Hellbraune sein könnte - her damit! 😉 Gestern abend entdeckte ich eine frisch geschlüpfte kleine hellbraune Libelle unter der Überdachung der Terrasse mit zwei geknickten Flügeln. Die hatte sich, wie es schien, in einem Spinnennetz verfangen, und ich hielt sie für tot. Heute früh allerdings saß sie in der Nähe an einem der Spanndrähte mit nur noch einem geknickten Flügel. Einige Stunden später dachte ich mir, das bringt doch nicks, die kriegt den Flügel nicht gerade. Ich holte eine Pinzette, ließ sie auf die Hand steigen (klappte beim dritten Versuch) und richtete mit der Pinzette ganz vorsichtig den Flügel gerade - und siehe da, er muss wohl irgendwo geklemmt haben, denn er richtete sich perfekt aus, und nun sitzt sie draußen an der Kletterhilfe und wird hoffentlich endlich bald trocken sein und losfliegen. Ich finde es klasse, dass diese Tierchen zu verstehen scheinen, dass mein dargebotener Finger keine Gefahr, sondern ein Angebot für sie ist. Sie sind jetzt schon oft vom ungünstigen Trockenplatz (z.B. am Insektennetz der Terrassentür oder IN meinem Wohnzimmer oder an der Innenseite der Stuhllehne...) auf meinen dargebotenen Finger und von da auf den angebotenen günstigeren Trockenplatz geklettert. Und die Libelle von eben hat sich nach zweimal losfliegen und nicht fliegen können, nachdem sie auf den Finger gestiegen war, geduldig den Flügel richten lassen. So faszinierend! Ich weiß schon, warum ich so unglaublich gern naturnahe Teiche baue... Sie bieten so viele schöne Naturerlebnisse und -beobachtungen mit Tieren. Und sind nebenbei auch eine Zierde für jeden (!) Garten. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, kurzer Newsletter, zwei Links... Was ist ein "Stumpery" (externer Link) ? Vielleicht eine Anregung für Ihren Garten? Und für die Lütten kam heute früh ein schöner Beitrag zu Heuschrecken im "Kadadu" beim DLF Kultur (externer Link) . Ich fands allerdings auch für Erwachsene spannend und lehrreich. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, heute wieder viel Stoff, den ich für Sie gesammelt habe. Zwei Anekdoten vorab: Nach dem Marderspatzenmassaker habe ich sofort am nächsten Tag alle Vollhöhlen-Nistkästen mit Volierendrahtröllchen gesichert. Die Halbhöhlen haben eine Abdeckung aus Volierendraht bekommen. Marder gehen nicht gern auf Drahtgeflecht. Außerdem habe ich mir Öko-Marder-Vergrämungs-Pumpspray gekauft und damit die Kästen und Fensterbänke und nebenbei auch den Kfz-Motorraum eingedieselt. Der Marder kam zwar nochmal, hat aber nun offenbar aufgegeben. 🙂 Und ja - die Spatzen kamen wieder und ziehen nun in ihren Hochsicherheitskästen eine späte Brut hoch... Seit dem 30.5., 8:30 Uhr quakt in meinem Teich ein Frosch. Ich fiel fast vom Stuhl am Frühstückstisch, als ich ihn hörte. 🙂 Endlich, nach sechs Jahren, haben sie hergefunden! Seit 14.6. vormittags quaken sogar zwei, und zwei wahrscheinlich Weibchen hören zu. Die beiden Männer quaken sich regelmäßig an, schwimmen aufeinander zu, ringen und prügeln sich, lassen für einige Minuten voneinander ab und fangen dann wieder mit ihrem Geschrei an. Da ist jetzt richtig "Äktschn"! Ich sitze neuerdings oft mit dem Fernglas am Teich, um sie hautnah zu beobachten. Das kann ich Ihnen nur empfehlen! Beobachten Sie Ihren Garten mit dem Fernglas - Sie werden ihn neu entdecken, v.a. die kleine Krabbelwelt. Die Vögel sind und bleiben ein großes Thema. Zum Problem des Vogelschlags an Scheiben habe ich Ihnen einen Beitrag aus dem neuen BUND-Heft gescant. Da wird eine Schutzmarkierung für die Scheiben empfohlen. Ich persönlich habe Perlenvorhänge von außen vor die Fenster gehängt, was prima hilft und nur wenig stört. Zumindest weniger als das "Bums" und dann eine Vogelleiche oder mindestens ein Vogel mit Kopfschmerzen... Auch im Radio gab es wieder einen interessantem (und unerfreulichen) Beitrag zum Thema Vögel (externer Link) . Und hier ein Tip, was Sie für die Vögel (und auch andere Tiere) bei Dürre im Garten (externer Link) tun können. Was mir dabei immer wieder fehlt, ist der Hinweis auf die umwerfende Schönheit naturnaher Gärten. Ich finde, es klingt immer etwas mühsam und nach Verzicht, wenn über dieses Thema von anderen als den "echten" Naturgärtnern (vom Naturgarten e.V.) berichtet wird. Eher so, als sollte man Vogelmiere, Brennesseln, Gundermann und Taubnessel stehen lassen und den Tieren zuliebe sich diese schönreden. Dass es so nicht ist, wissen Sie besser! 😉 Und dann eine Anzeige von Safthersteller Völkel in der "Schrot&Korn", die mich umgehaun hat. Ist es bei uns nun auch bald so weit? Ich habe bei Völkel (externer Link) nachgesehen. Um so mehr ein Grund, unsere Gärten mit schönen (!!) heimischen Wildpflanzen und strukturreich zu gestalten und dies weiterzutragen. Wenn es in Ihrer Gegend die Aktion der Offenen Gärten gibt, dann schließen Sie sich an, zeigen Sie Ihren naturnahen Garten, berichten Sie den Besuchern von der Wichtigkeit des Naturgarten-Konzeptes für die Tierwelt, somit für die Nahrungsnetze, die Ökosysteme und nicht zuletzt - jetzt staple ich mal hoch - unser Überleben. Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommersonnenwende - heute am längsten Tag des Jahres. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, Vorsicht - dies ist ein schwergewichtiger Newsletter... Zuerst ein Statusbericht meines Versagens. Es ist ein Trauerspiel. In der Nacht auf den 5.5. wurde ich von Geräuschen geweckt, bei denen ich zuerst - Adrenalinschub! - an Einbrecher dachte: Da wurde doch eine Leiter gegen die Wand gelehnt, klappte da nicht eine Tür, das waren doch Schritte! Nein, ein Marder. Ich erspare Ihnen die lange Geschichte des Erschreckens, der Sorgen (Marder unter der Holzverschalung des Ostgiebels?! Die Kabel! Die Isolierung! Ogottogott!), der Recherchen und Gespräche mit Nachbarn und Bekannten, der Vergrämungsversuche. Über vier Nächte rappelte es, und vorletzte Nacht konnte ich den Marder kurz nach Mitternacht hören, im Mondschein auf dem Fensterbrett des Ostgiebels sehen und beim vorsichtigen Öffnen des Fensters (er sprang daraufhin in die Kletterrosen davon) auch riechen (huah, Aasgeruch!!!). Ende vom Lied: Letzte Nacht war Ruhe. Heute früh erwachte ich, und es war weiterhin ruhig. Erschreckend ruhig. Kein Spatzenkonzert vor dem Fenster. Mein erster Gang heute morgen führte mich zur Lebendfalle. Unberührt. Ich trat zurück und beobachtete den Ostgiebel, der bestückt ist mit Nistkästen, in denen eine Spatzenkolonie wohnt und brütet. Und ein Starenkasten mit Marderschutz-Vorbau. Ich beobachtete. Die Stareneltern flogen an und fütterten, parallel fröhliches Gepiepse aus deren Kasten. Ansonsten Ruhe. Nichts. Keine Spatzen beim Füttern, keine Spatzen auf ihren Kästen beim Tschilpen. Nichts. Der eine Star kam wieder an und, tatsächlich!, inspizierte die Häuser seiner Nachbarn. Flog die anderen Nistkästen an, landete auf dem Dach, hängte sich vor das Loch und äugte hinein. Wieder und wieder. Ich konnte mir lebhaft vorstellen, was er dachte, wenn er denken würde wie wir: "Was ist denn da los? Was ist mit meinen Nachbarn? Warum ist es so still? Wo sind die Görn, wo sind die Eltern?" Der Marder scheint nicht bei mir zu wohnen, sondern irgendwo in der Nähe. Und scheint die Spatzenkolonie entdeckt und im Verlauf von fünf Nächten ausgelöscht zu haben. Schön für den Marder, der will ja auch leben. Aber ich fühl mich mies: Es ist meine Verantwortung. Ich habe die Nistkästen aufgehängt, also habe ich die Spatzen in die Falle geschickt. Spätestens am Montag gehe ich rüber zu Hans dem Schmied und werde ihn bitten, mir für die Nistkästen einen Marderschutz zu bauen. Kleine Rohrstücke mit ca. 5-6 cm Durchmesser und 6-7 cm Länge, am Ende mit einer Manschette, dass man sie vor die Löcher schrauben kann. Oder ich bau mir selbst was zurecht aus Volierendraht oder Sechseckgeflecht, das ich noch übrig habe. Klaro kann man sowas auch kaufen (externer Link) Die Halbhöhlenkästen sollen mit runden Blechen überdacht werden, die bis über die Seiten reichen und mindestens 15 cm breiter als die Nistkästen tief sind. Eben grad habe ich zwei Spatzen die verwaisten Nistkästen inspizieren sehen. Sie wollen es wohl nochmal versuchen. Also muss ich schnell machen... Und das finde ich so toll an unseren wilden Nachbarn: Sie geben nicht auf! Themawechsel. Dieser Newsletter fordert auch Ihre Zeit. 🙂 Denn ich habe diverse Links zu diversen spannenden Dingen. Jetzt geht das Draußensitzen wieder los. Hier einige Hinweise zu Ihren Außen-Polstern (externer Link) (knapp 4 min): Und da ich als Fan der Wand- und Dachbegrünung diese Idee auch gern weiterverbreite, hier noch ein passender externer Link (gut 6 min). Leider geht es fast nur um Selbstklimmer, die ich persönlich an Wohnhäusern vermeide (aus Gründen). Spreizklimmer (mit Stacheln), Ranker (mit Kletterranken) und Winder (die ihren Sproß um den Halt wickeln) dagegen, die sämtlich Rankhilfen benötigen, sind im Vergleich zu Selbstklimmern (mit Haftwurzeln, die zu Saugwurzeln werden und Spalten sprengen können) völlig risikolos. Weiterhin ein interessanter Artikel aus dem jüngsten NaBu-Heft, das richtige Gießen betreffend. Gerade jetzt sehr wichtig! Denn Wasser ist nicht gleich Wasser. Wo es herkommt, ist entscheidend - Regenwasser, Brunnenwasser, Leitungswasser. Und nun noch zwei Dinge, die etwas mehr Zeit erfordern. Beide drehen sich um ein und dasselbe Thema. Das hat mit dem Naturgarten auf den ersten Blick wenig zu tun, aber auf den zweiten Blick ist es furchtbar spannend, extrem wichtig, und außerdem zeigt es ökologische Zusammenhänge, Gräser und Blumen und Grünflächen betreffend, auf, die auch für das Verständnis der Vorgänge im naturnahen Garten sehr wichtig sind - vor allem, was die Pflege unserer Rasen- und Wiesenflächen betrifft, und warum wir tun, was wir tun. Auch räumen beiden Beiträge mal wieder mit der noch weit verbreiteten Vorstellung auf, dass Mitteleuropa früher komplett von Wald bedeckt war. Und zeigen, welche Folgen die eine oder andere Sichtweise auf unsere ökologisch-botanische Vergangenheit für unseren aktuellen Naturschutz haben. Hier ein Feature (externer Link) (ca. 1 Std.). Es ist recht schräg und evtl. nicht jedermanns Geschmack. Aber wenn man das infantil anmutende Drumrum geduldig erträgt, ist der Inhalt fesselnd - die Interviewten berichten Dinge, bei denen einem der Unterkiefer herunterfällt. Unbedingt genau hinhören! (Für altgediente Newsletter-Leser: Dasselbe Thema hatte ich schon mal angeschnitten mit Ulrike Aufderheide als "Referentin".) Als ich diesen Link einem Biobauern aus unserem Dorf mit Mutterkuhhaltung auf der Weide schickte, von wegen, das könnte ihn interessieren, antwortete er mir mit folgendem Link zum selben Thema (externer Link zu youtube) , nur anders aufgezogen. Ein Gespräch mit Florian Schwinn (knapp 1,5 Std.), mir bis dato völlig unbekannt. Ich finde das Gespräch etwas anstrengend, denn ab und an verfällt er in Polemik, und die Interviewerin scheint eine sehr dezidiert ablehnende Meinung zur Tierhaltung allgemein zu haben, und beides ist nicht so meins. Aber zum Ende hin, wenn er seinen eigentlichen "Vortrag" hält, wirds dann nochmal richtig spannend und erhellend. Bei ca. 1:06 - 1:12 zum Wasser-Fußabdruck von Rindfleisch erzählt er meiner Meinung nach allerdings Bullshit (= Kuhmist) 😉. Es geht beim Wasserverbrauch v.a. um die Futtermittelerzeugung (v.a. Soja aus Südamerika) und nicht darum, wieviel die Kuh säuft usw. Solches Lächerlich-Machen ist wirklich Polemik. Schade. Hier muss sehr stark unterschieden werden zwischen Weidekuhhaltung und Intensiv-Massentierhaltung der Kuh, insb. der Fleischrinder, die mit Kraftfutter gemästet werden. Er haut hier unberechtigterweise alle Haltungsformen in einen Topf. Ja, Polemik: mangelnde Differenzierung. Schade. Der Rest ist ziemlich spannend und eine gute Diskussionsgrundlage. Nun haben Sie genug zu tun übers Wochenende. 😉 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, gestern abend hatte ich die Sonnabend-Ausgabe unseres Lokalblättchens als Bettlektüre und einen Artikel für Sie beiseite gelegt. Da geht es um den Apfel des Jahres, und Eckart Brandt, der (norddeutsche) "Apfelpapst", war mit von der Partie. Auch Matthias Schuh, hier in der Gegend unter Ökos, Ornis und Botanikern (und wer weiß, in welchen Kreisen noch), ebenfalls ein Begriff. Seine naturkundlichen Exkursionen sind immer spannend. Eckart Brandt ist seit Jahren auf den Hamburger Apfeltagen vertreten. Zu der Gelegenheit kann man sich Obstbäume bei ihm bestellen und dann auf den Apfeltagen dort abholen. Falls Sie für den Herbst einen neuen Obstbaum (externer Link) ins Auge gefasst haben: Besser pflanzt man Gehölze im Spätherbst, damit die Wurzel schon mal wachsen kann, während oben in der Krone Ruhe ist. Jetzt zu pflanzen - so wie im Zeitunsartikel beschrieben - ist eher die zweitbeste Lösung, gerade jetzt auch bei der Dürre... Denn sobald die Bäume austreiben, kriegt die Wurzel richtig was zu tun, weil das Laub Wasser zieht. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen, so als ganz frisch in fremdem Boden versenkte Wurzel? Dieser Zeitungsartikel ist eigentlich nur der Anlass für meinen Newsletter, den ich schon längst hatte schreiben wollen und der diesmal so "new" gar nicht ist, denn eigentlich möchte ich nur daran erinnern bzw. darauf aufmerksam machen, wie ungewöhnlich trocken der Januar, Februar, März waren und der April jetzt immer noch ist. Hier bei mir hat es im ersten Quartal gerade mal 100 mm Regen gegeben (weniger als 1/8 der ungefähren normalen Jahresmenge). Ich zeichne die Regenmengen in meinem Garten seit Mitte Februar 2020 auf, und dieses Quartal ist mit Abstand das trockenste. Die Bauern ziehen bei der Bestellung ihrer Felder große Staubwolken hinter sich her - ungewöhnlich im Frühjahr. Niemand ist daran gewöhnt, so zeitig im Jahr schon gießen zu müssen, weil gewöhnlich ausreichend Bodenfeuchte vom Winter vorhanden ist. Aber jetzt? Bitte denken Sie daran, die im letzten Jahr gesetzten Pflanzen auch jetzt schon zu gießen - selten, dafür gründlich. Und das Mulchen nicht vergessen. Der Mulch - organische Bodenbedeckung, z.B. Laub, Gras, Mulchplatten für Bäume aus z.B. Pappe usw... - hält die Feuchtigkeit im Boden und sorgt für eine gute Bodenstruktur. Was uns hilft, Gießwasser zu sparen. Und noch ein Grund, einen Gedanken daran zu verwenden, wohin Ihr Dachwasser läuft. Wird es in die Kanalisation und den Vorfluter geführt - weg von Ihrem Garten? Falls ja, sollten Sie das unbedingt ändern! Wir brauchen jeden Tropfen, den uns der Himmel schenkt, um ihn auf dem Grundstück versickern zu lassen. Wenn ich Gärten plane und gestalte, ist die Dachwassernutzung im Garten immer Bestandteil, und ich bin immer bemüht, die Fallrohre, die in den Kanal münden, mit Klappen auszustatten, damit das Dachwasser abgezapft und im Garten genutzt werden kann. Am liebsten in der Reihenfolge: Regentonne - Sumpfbeet - Teich - Sickerbereich. Alles, was bei Ihnen das Grundwasser auffüllt, ist bei Trockenheit ein Vorrat für die Pflanzen. Als "schönes Wetter" kann ich diese wochenlange, nein, monatelange, Dürreperiode nicht mehr bezeichnen. Nun, genießen sie trotzdem die Sonne! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, die Obstschnittsaison ist in vollem Gange! Aber der Rest des Gartens darf noch ein wenig träumen... Nun kommt am Sonntag die Wahl - die auch für uns Naturgartenbegeisterte wichtig ist, und wir sollten hingehen und abstimmen. Nicht wahr? Dazu möchte ich Ihnen einen Text vom Naturgartenverein weiterleiten, den Sie auch sehr gern verbreiten können. Ich finde die beiden angegebenen Links sehr aufschlussreich. --- Wahlprüfsteine für Natur & Umwelt Nur noch 3 Tage: Am kommenden Sonntag bestimmen wir alle mit der Bundestagswahl die Richtung für die Zukunftsgestaltung unseres Landes. Der NaturGarten e.V. ist parteipolitisch, weltanschaulich und konfessionell unabhängig und neutral. Wir sind nicht parteipolitisch oder ideologisch aktiv. Diese parteipolitische Neutralität bedeutet aber nicht, dass wir die Wichtigkeit der Wahl unterschätzen. Wir sind mit unseren Vereinszielen zum einen unmittelbar auf Menschen in der Politik und im Bundestag angewiesen, für die der Schutz der Biodiversität ein ebenso relevantes Thema wie für uns ist. Zum anderen brauchen wir eine offene, demokratische, plurale und solidarische Gesellschaft, in der die Herausforderungen der Biodiversitäts- und Klimakrise weder entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse geleugnet, noch gegen soziale Gerechtigkeit ausgespielt werden. Denn nur so können wir unsere Arbeit erfolgversprechend fortsetzen. Bei der vergangenen Wahl konnten wir euch eigene Wahlprüfsteine präsentieren. Wegen der diesmal stark verkürzten Vorbereitungszeit auf die Bundestagswahl hatten sich „die demokratischen Parteien im Bundestag auf ein einheitliches Verfahren für die Wahlprüfsteine” geeinigt. Eine Beantwortung von Wahlprüfsteinen sollte nur erfolgen, wenn sie „von einigen wenigen vorab gemeinsam vereinbarten, die gesamte Breite des gesellschaftlichen Spektrums repräsentierenden Verbänden und Organisationen” kommen. Einer dieser ausgewählten Verbände ist der DNR – Deutsche Naturschutzring – der für seine knapp 100 Mitgliedsorganisationen aus dem Arten- und Tierschutz, Klima-, Natur- und Umweltschutz, Ökolandbau, Natursport und aus der Wissenschaft die Wahlprüfsteine der Umweltverbände zusammengestellt hat. Auch wir haben uns bei den Diskussionen beteiligt und möchten euch auf die Ergebnisse hinweisen: Die Antworten der Parteien zu den Wahlprüfsteinen der Umweltverbände für die Themen Klima/Energie und Natur/Umwelt findet ihr hier (externer Link) . --- Wollen wir trotz allem die grün-bunt-lebendige "Naturgarten-Fahne" hochhalten und uns auf den Frühling freuen, der mir heute schon wieder zublinzelte mit Sonnenstrahlen und einer nahen eifrig singenden Meise - und zurückkehrenden Kranichen! Zwar konnte ich heute noch auf meinem Teich stehen (wow, so dickes Eis!), aber mittags begann es schon zu schmelzen. 🙂 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, dieser Newsletter wird extrem kurz. 🙂 Ich möchte nur einen Hinweis weiterleiten auf einen Online-Vortrag (externer Link) , von dem ich mir viel erwarte und der gewiss auch für Sie spannend sein könnte. Vorträge von Ulrike Aufderheide sind immer furchtbar spannend und erkenntnisreich und voller Aha-Momente: Und wenn wir schon bei "Weiterbildung" sind, hier auch ein Hinweis auf meine Kurse für dieses Jahr. Gern weitersagen - oder selbst kommen. 😉 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, neues Jahr - neue Gartensaison in Aussicht. Ich beginne schon langsam mit der Saison-Planung, aber ein kleiner Urlaub steht noch bevor, ehe es wieder losgeht Mitte Februar. 🙂 Vorher habe ich meine Homepage wieder aktualisiert - zu bestehenden Projekten neue Bilder hochgeladen, ein neues Projekt eingestellt. Einige weitere Pflanzen portraitiert, hier und da etwas am Design geändert. Nur Kleinigkeiten, aber falls Sie am nächsten dunkel-nass-kalten Tag nicht raus müssen und Langeweile haben, schaun Sie gern mal rein. Wer Fehler findet - bitte nicht behalten, sondern an mich weiterreichen, danke! Projekte Pflanzenportraits Naturnahe Beispiele Und auch so mal herumklicken... Haben Sie schon das Kursangebot gesehen? Gern weitersagen! Im Garten gibt es jetzt gar nichts zu tun außer Sturmschutz - gönnen Sie ihm und sich und v.a. den da draußen überwinternden Tieren Ruhe. Auch wenn manchmal eine Frühlingsahnung durch die Luft haucht - ich habe am 3. Januar nach dem großen winterlichen Schweigen die ersten Singvögel gehört: Kleiber und Tannenmeisen - es ist noch Winter. Quasi mitten im Winter. Stuben-Ofen-Couch-Tee-Glühwein-Buch-Zeit. 🙂 Apropos Buch. Hier ein Tip zu spannender Lektüre (externer Link), wie wir uns und unser Umfeld (Haus und Garten) auf die klimatischen Veränderungen vorbereiten können - oder es zumindest versuchen. Ich freue mich schon aufs neue Gartenjahr und darauf, viele von Ihnen wiederzutreffen und Ihre - "meine"! - Gärten zu besuchen. 😉 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, woran denken Sie, wenn man Sie nach im Wald lebenden Tieren fragt? Und haben Sie von der Wahl gehört? Die Wahl zum Baum des Jahres 2025. Da kann man nur sagen: "Die haben sich verwählt." Da wird eine exotische Art von einem anderen Kontinent bei uns gehypt, und warum? Weil die gut mit dem Klimawandel klarkommt. Gutes Holz liefert. Als ob unsere Wälder nur aus Bäumen und potentiellem Holz bestünden. Tiere, Pilze, andere Pflanzen wurde ausgeklammert. Nun, an die Rehe und Wildschweine hat man schon gedacht, die fressen auch die Früchte dieses Exoten. Aber alle anderen Tierarten (Hunderte, Tausende?) wurden vergessen. Der Naturgarten e.V. hat das sehr gut beschrieben (externer Link). Themawechsel. Zurück in den eigenen Garten. Oft wurden dieses Jahr Klagen über so viel Moos im Garten an mich herangetragen. Wollen Sie es positiv sehen? Dann wäre vielleicht dieser Online-Vortrag am 11.11. (externer Link) etwas für Sie. Und noch ein Hinweis auf eine Podcast-Serie (externer Link): Naturgarten für Kinder. Viel Spaß damit! Herbst-Tipp: Mit dem allerorten nun anfallenden Laub können Sie wunderbar Ihre Himbeeren und Erdbeeren mulchen, Gemüsebeete abdecken, unter Bäumen und Sträuchern Laubhaufen für die Tiere anlegen... Tendenziell würde ich Laub nur von den Wegen räumen und ansonsten liegen lassen. Selbstverständlich keine dicken Placken auf Wiesen oder Rasenflächen oder frischen Ansaaten. Auf letzteren ist aber eine dünne Laubschicht hilfreich. Nur Walnuss- und Eichenlaub ist da, wo Blumen wachsen (sollen), nicht ganz so prickelnd wegen der Gerbstoffe im Laub. Das sollten Sie vielleicht vorsichtig entfernen. Ein Laub-Kompost bringt wunderbare Gartenerde. Aufgesetzt aus Eichenlaub ergibt er saure Erde z.B. für Blau- und Kulturheidelbeeren oder - wer sie noch im Garten hat - Rhodos. Unter letzteren können Sie das Eichenlaub auch einfach so sammeln. Sofern sonst keine Blumen dort wachsen. Wer Buchenlaub bekommen kann, der kann es wunderbar fürs Gemüsebeet nutzen, schön dick damit zudecken. Aber auch alles andere Laub (außer Eiche und Walnuss in Mengen) ist dafür geeignet. Wenn Ihnen die abgeblühten Stengel der Blumen nicht so recht gefallen, können diese vielleicht an subjektiver Schönheit gewinnen, wenn Sie bedenken, dass die Stengel kleinen Tieren als Überwinterungquartier dienen und die Samen als Futterquelle. Wenn feste trockene Stengel umgefallen sind, können Sie sie abschneiden und wieder senkrecht in den Boden stecken, als Winterschmuck. Bitte die Beete jetzt noch nicht abräumen, bitte warten Sie damit bis zum Frühjahr. Machen Sie sich einen Tee oder Glühwein, setzen Sie sich bequem hin und schauen Sie von drinnen dem Garten beim herbsten zu. 🙂 PS: Woher kommt das Wort "Herbst"? Ich habe mir sagen lassen, dass es ein Begriff für die Ernte ist - herbs. Also Pflanzen ernten. Ein schöner Gedanke, wie ich finde. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, so langsam artet es aus - schon wieder einer! Das grenzt an Spam... 😉 Danach ist gewiss wieder eine Weile Ruhe, aber hier ist nochmal ein schöner Veranstaltungstip (externer Link) auf mich gekommen. Spannend! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, ja, schon wieder ein Newsletter! Dafür aber auch SEHR kurz. 🙂 Grad bin ich aufgetaucht aus einer halben Stunde Verzauberung. Ich habe Pflanzen beim Wachsen zugesehen. Und wer sagt, das Pflanzen sich nicht bewegen, der irrt! Und ob sie sich bewegen, und wie! Sie tanzen zur Musik, und zwar immer passend. (Nun, im Zeitraffer.) Ich geb zu, das hat mit Naturgarten nicht viel zu tun. Aber dafür ganz viel mit Schönheit und der Liebe zu Pflanzen. Machen Sie es sich bequem, gönnen Sie sich eine halbe Stunde, und dann klicken Sie hier (externer Link zu youtube) - und keine Sekunde verpassen! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, wieder sind mir spannende Dinge über den Weg gelaufen, an denen ich Sie gern teilhaben lassen möchte. Der BUND hat auf eine interaktive Karte (externer Link) aufmerksam gemacht, auf der wir sehen können, welches Klima eine bestimmte Stadt in Zukunft haben wird - vergleichbar welcher anderen Stadt. Hamburg z.B. soll ungefähr so ein Klima bekommen wie Castelraimondo in Italien. Oder Lüneburg/Adendorf wie Tolentino, ebenfalls Italien. Das klingt nicht ganz so erschreckend, aber... Trotzdem! Schön isses nich! V.a. wenn man in den Nordosten Europas und noch weiter geht, dann sieht man: Permafrostböden gehören bald der Vergangenheit an, und dann... Oje... Nun, wir sollten unsere Gärten den Entwicklungen anpassen - und genau das tun die Leute aus der Naturgartenszene. 🙂 Und DAS Gartenmagazin in unserem Land berichtet über den Naturgarten (externer Link) und was ihn aus- und so wichtig macht. Gelbe Markierungen und Text geliefert von einer Naturgartenkollegin, Sabine Kohlstadt. Falls sie Him- oder Brombeeren Ihr eigen nennen, haben Sie bitte ein Auge darauf, denn die Rutenkrankheit geht wieder um. Wenn Triebe plötzlich welk werden, sich verfärben, absterben, dann nichts wie raus damit! So nah wie möglich am Boden abschneiden oder evtl. auch rausziehen (bei Himbeeren z.T. möglich) und ab in die Biotonne oder zum Kompostwerk. Bitte keinesfalls auf den eigenen Kompost tun, denn der wird nicht heiß genug, um die Krankheitserreger abzutöten. Dasselbe gilt für die jetzt verfrüht herabfallenden Früchte: Die sind allermeist angestochen von den Raupen des Apfelwicklers u.ä. Diese bringen, wenn sie sich innen dick genug gefressen haben, den Apfel zur Notreife, dass er herunterfällt. Dann seilen sie sich von ihm ab, kriechen in den Boden, verpuppen sich, schlüpfen im kommenden Jahr als Schmetterling, und weiter geht's mit diesem Kreislauf. Da hilft nur strenge Hygiene: Befallene Früchte möglichst zeitnah aufsammeln, evtl. verwerten und die enthaltenen Raupen - nun, je nachdem - am besten töten. Keinesfalls im Garten aussetzen... Die gammligen Früchte, die jetzt ebenfalls herabfallen oder auch im Baum hängen bleiben, müssen ebenfalls raus aus dem Garten, denn die haben allermeist Monilia, die Spitzendürre, die auch auf die Früchte geht, und von den befallenen Früchten breiten sich die Pilzsporen weiter aus. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, am Wochenende las ich in unserem lokalen Käseblättchen einen reißerischen Panikmacher-Artikel gegen das Jakobsgreiskraut (auch -kreuz-), in dem behauptet wurde, die Art sei gefährlich "für unsere heimische Tierwelt". Das ist lächerlich. Die wilden Tiere sind auf unsere Hilfe hierbei ebensowenig angewiesen wie die Wälder bei ihrer natürlichen Verjüngung. Im Gegenteil: Wenn wir Menschen nur endlich mal die Füße stillhalten könnten... Falls Sie sich beim Jakobsgreiskraut verunsichert fühlen durch die Medien, möchte ich meinen Leserbrief dazu hier zitieren: "Warum diese Panikmache? Warum wird die Art, die, wie ich annehme, zu den eher wenigen Profiteuren der Klimakatastrophe gehört und sich jetzt evtl. deswegen ausbreitet, so verteufelt? Die Behauptung, dass sie für "unsere heimische Tierwelt" gefährlich sei, ist Unfug. Das Jakobsgreiskraut (korrekter Name) ist bei uns heimisch. Dies bedeutet, es ist seit vielen Jahrtausenden hier vorhanden und hat mit der hier vorkommenden Tierwelt eine entsprechende Evolution mitgemacht. Die Tiere, für die es giftig ist, meiden es entsprechend oder haben Gegenmechanismen entwickelt. Wir müssen "unsere heimische Tierwelt" nicht davor beschützen. Giftig ist es aber für einige unserer Nutz- und Hobbytiere, v.a. Pferde und Rinder. Allerdings nur im Heu, soweit ich zumindest für Pferde beobachtet habe, denn auf der Koppel fressen sie drumrum. Für Kaninchen unschädlich. Für uns giftig - wie sehr viele andere Pflanzen auch, bei denen wir auch nie auf die Idee kämen, sie zu essen oder gar zu verteufeln. Texte von Fachleuten (also nicht Reporter) klingen wesentlich entspannter. Zur Ökologie: laut Natura DB leben von der Art 11 Wildbienen-, 10 Schmetterlingsarten (inkl. Raupenfutter). Warum wird dieses Brimborium nicht um die wirklichen „Problempflanzen“ gemacht? Z.B. der Japanische Staudenknöterich, der ein echter invasiver Neophyt ist. Ich vermute, weil der nicht giftig für die Hobbypferde ist." Und mal wieder habe ich im jüngsten NaBu-Heft einige spannende Sachen gefunden. Hier ein Artikel über Hummeln, die gezielt zur Bestäubung eingesetzt werden - gezüchtet zur Nutzung und dann nicht fachgerecht "entsorgt". Auch dies wirkt sich aus auf eine Weise, die man evtl. nicht erwartet. Dann eine nette und humorvolle Infografik zu einigen spannenden Informationen, Insekten betreffend. Leider habe ich nur einen A4-Scanner, aber vielleicht bekommen Sie es hin, die beiden Seiten nebeneinanderzusetzen. Und last not least aus besagtem Käseblättchen ein spannender Artikel zu einer sehr nützlichen Einrichtung - vielleicht wollen Sie sich auch beteiligen bei der Möglichkeit der Verwertung von Obst? Haben Sie Bäume, die Sie nicht beernten wollen oder können? Oder suchen Sie Obst zur Ernte? Kleine Anekdoten aus meinem Garten: Ich hatte am Wochenende mehrfach Besuch am Teich von einem Reiher. Sehr beeindruckend. Allerdings guckte er nur ein bisschen herum, wird bei mir wohl nichts finden - da gibt es keine Fische. Und die Blaugrüne Mosaikjungfer schlüpft bei mir wieder in ansehnlicher Anzahl. Die Larven kommen aus dem Teich, laufen über die Terrasse, kriechen an der Hauswand hoch, krallen sich fest, die Libellen schlüpfen, trocknen und fliegen weg. Die Exhuvien bleiben zurück, und ich habe bislang schon wieder ungefähr zehn gezählt, von denen einige hängen geblieben sind. Und ich habe an einigen Rosetten der o.g. "bösen" Blumen Raupen des Blutbären gefunden, was mich sehr erfreut. Genießen Sie den Sommer! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, grad erst ein Newsletter weg, und schon wieder einer! 🙂 Der dafür sehr kurz, aber dieser Aufruf zum Nicht-Mähen (externer Link) ist für uns Naturgärtner SEHR spannend und vielleicht auch anregend, selbst mitzumachen (bzw. eben NICHTS zu tun in dieser Hinsicht. 🙂 Und noch was. Offene Naturgärten (externer Link): Entweder einen in der Nähe finden oder den eigenen eintragen. Vielleicht hat jemand Lust, beim Insektenzählen (externer Link) mitzumachen? Unbedingt weitersagen! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, gewiss haben einige von Ihnen schon von der NaturaDB gehört und nutzen sie auch. Da ich in dieser Hinsicht eher konservativ bin 😉 und mich auf andere (eher wissenschaftliche) Quellen stütze, hatte ich dieser Internetseite bislang keine Beachtung geschenkt. Nun gab es aber innerhalb des Naturgarten-Vereins eine spannende Diskussion zu diesem Thema, bei dem herauskam, dass viele Vereinsmitglieder diese Datenbank recht kritisch sehen. Noch gibt es dazu keine offizielle Stellungnahme, soweit ich weiß. Nun habe ich mir diese Seiten selbst einmal angeschaut. Nicht sehr gründlich, wie ich zugeben muss. Aber so weit, wie ich gekommen bin, ist sie bei mir schonmal teilweise durchgefallen. Warum? Nun, zum ersten dieser nervige Newsletter-Pop-up: Wenn man ihn nur wegklickt, dann ploppt er immer wieder auf. Man ist also gezwungen, ein "nein, ich will keinen insektenfreundlichen Garten" oder so ähnlich anzuklicken, wenn man keinen Newsletter von denen haben will. "Da kannste nur mipm Kopp schüddln", wie mein Vater immer zu sagen pflegte. Das zweite: Da wird bei allen Pflanzen ihr floristischer Status angegeben (heimisch, exotisch, invasiver Neophyt). Ich habe das bei einigen Arten, die mir persönlich völlig fremd waren und als heimisch bezeichnet wurden, mit der Botaniker-Datenbank (externer Link) nachgeprüft, und dabei ergaben sich gleich zwei Fehler: Eine angeblich heimische Art wird in der Botanik-Datenbank als Neophyt angegeben, die andere als "fehlt in Deutschland". Was das konkret bedeutet, wage ich nicht zu interpretieren, es wäre aber für mich Grund genug, sie nicht als heimisch zu bezeichnen oder ihre Pflanzung für sinnvoll zu erklären. Denn wer hier sowieso nicht natürlicherweise vorkommt, mit dem können auch die meisten heimischen Tiere nichts anfangen. So einige angeblich heimische Arten habe ich bei florabweb gar nicht erst gefunden, woraus ich schließe, dass die ebenfalls bei uns nicht heimisch sind. Die NaturaDB hängt sich da, wie ich meine, recht weit aus dem Fenster. Außerdem finde ich es verwirrend und irreführend für Laien, dass auch Sorten heimischer Arten als "heimisch" bezeichnet werden. Meiner Meinung nach gehört da der Hinweis "Sorte" dazu. Eine Sorte ist eine durch den Menschen züchterisch veränderte Art, die oft nicht mehr die ökologischen Eigenschaften wie die Wildart aufweist und deshalb für die auf die Wildart angewiesenen Tiere evtl. nicht mehr interessant ist. Die NaturaDB ist kommerziell, ein weiterer Punkt, der einen kritischen Blick erfordert. Ich möchte von der Nutzung nicht abraten, möchte aber dazu ermutigen, die Angaben dort in anderen Quelle zu prüfen, insbesondere den floristischen Status. Dieses geht wunderbar bei floraweb. Links den wissenschaftlichen Namen eingeben, rechts die passende Art auswählen, und schon findet man alles, was es zu der Pflanze zu wissen gibt. Nur nicht ihre Gartentauglichkeit. 🙂 Und bitte, wenn Sie etwas für die Tiere tun wollen, greifen Sie möglichst auf die Wildart zurück, seien Sie zurückhaltend mit Sorten bzw. Züchtungen. Wildart z.B.: Campanula trachelium (Gattungsname Artname) Sorte z.B. Campanula trachelium "Alba" (Gattungsname Artname Sortenname) In den Baumärkten und Gartencentern und vielen Gärtnereien werden oft Arten mit Phantasienamen angeboten, z.B. Clematis "schöner-Phantasiename". Aus einer solchen Bezeichnung geht gar nichts hervor außer, dass es eine Sorte ist. Und dass sie aus einer Art der Gattung Clematis (Waldrebe) gezüchtet wurde. Welche Art das ist, erschließt sich leider nicht. Von solchen Pflanzen würde ich die Finger lassen. Besser darauf achten, dass der komplette Artname erwähnt wird, also z.B. Clematis alpina. Und davon dann, wenn es sein muss, eine Sorte, z.B. Clematis alpina "Willy". Und wenn schon eine Sorte, dann bitte keine mit gefüllten Blüten, denn die sind für die Insekten und hernach andere Tiere wertlos: Sterile Blüten ohne Nektar und Pollen - kein Futter für Bestäuber - keine Befruchtung - keine Früchte - kein Futter für andere Tiere. Haben Sie sich dieses Frühjahr auch wieder an der schönen Obstblüte erfreut? Grad ist sie in vollem Gange, angeführt von den Prunus-Arten (Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen), gefolgt von Birnen und Äpfeln. Aber was wird mit der Ernte? Parallel zur Blüte war es meistens kühl und windig - kein Wetter für Bienen und andere Bestäuber. Ob die Früchte bestäubt werden? Oder ob sie überhaupt die hie und da aufgetretenen Nachtfröste überlebt haben? Meine beiden Spalierpfirsiche an der Südwand haben sehr früh geblüht, und über zwei-drei Wochen habe ich jeden Abend ein Frostschutzvlies vor ihnen ausgebreitet. An einem warmen Tag konnte ich auch einige dicke Hummeln an den Blüten beobachten, und nun sehe ich viele kleine Fruchtansätze, die hoffnungsvoll stimmen. Mal sehn, wie es den anderen Bäumen geht... Üppige Blüte ist leider keine Garantie für üppige Ernte, und der Obstschnitt hat nun gleich gar nichts mit der Ernte desselben Jahres zu tun. Haben Sie auch so viele Schnecken im Garten? Ich glaube, das liegt an dem vergangenen feuchten Jahr, in dem es ja fast doppelt so viel regnete wie im Jahr davor (zumindest laut meinem Regenmesser). Dann der milde Winter und weiter das feuchte Frühjahr. Schnecken überall. Was tun, wenn sie Pflanzen fressen, die uns lieb sind? Absammeln, Schneckenzaun ums Gemüse, evtl. Schneckenkragen um gefährdete Pflanzen. Letzte Eskalationsstufe ist Bio-Schneckenkorn "Ferramol", das angeblich "nur" den Pflanzennährstoff Phosphat enthält. Bitte keine Bierfallen verwenden, das ist Tierquälerei. Bitte nicht in Tüten und Gefäße sammeln und diese dann in den Müll schmeißen, das ist ebenfalls Tierquälerei. Wegbringen, mindestens einige zig Meter. Oder die Gartenschere bemühen, wer kein Problem mit dem Töten hat. Last not least habe ich hier drei Artikel aus dem letzten NaBu-Heft für Sie, die mir sehr spannend und wissenswert für Naturgärtner scheinen. Viel Spaß und neue Erkenntnisse bei der Lektüre. Biodiversität Blumenrasen Löwenzahn Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, halt stop!!! Bitte packen Sie Fächerbesen, Gartenschere und Jätwerkzeug wieder zurück in den Schuppen. Bitte lassen Sie sich von diesen frühlingshaft anmutenden Tagen nicht täuschen. Alle Jahre wieder foppt uns der Januar mit ein paar strahlenden Tagen, die uns hinauslocken und uns unseren Garten mit den kritischen Augen des Frühlingserwarters betrachten lassen. Neinneinnein! Bedenken Sie, heute ist der 1. Februar. Der Wintermonat Februar liegt noch vor uns, und wer weiß, mit welchen Frösten wir noch zu rechnen haben. Bitte bedenken Sie, wenn sie jetzt schon Laub zusammenrechen und trockene Stengel abschneiden wollen, dass unter ersterem und in letzteren ganz viele kleine und kleinste Tierchen sitzen und den Winter überdauern. Für die wäre es das Todesurteil, jetzt alles abzuräumen und schlimmstenfalls in die Biotonne zu stopfen oder zum Kompostwerk zu bringen. Nein, die stecken noch mitten drin im Winter und tun gut daran. Ebenso die Pflanzen: Das Laub, die trockenen Stengel und Blätter decken den Boden und die Wurzeln und Zwiebeln zu - schützen alles vor Frost oder heftigem Regen und somit vor Erosion. Die Bodentierchen brauchen die Schutzdecke ebenso... Ich weiß! Ich weiß, dass es schwer ist. 🙂 Auch mich juckt es in den Fingern. Aber ich schaue auf den Kalender und dann erst raus - und sehe den Garten noch mit toleranten und entspannten Winteraugen. Vielleicht gelingt Ihnen das auch. Tier- und Pflanzenwelt und auch der Boden werden es Ihnen danken. In deren Namen: Danke für Ihre Geduld! 🙂 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, was wird das neue Jahr uns bringen? Ich bin eher verhalten, wenn ich die Weltlage betrachte. Trotzdem wünsche ich uns allen, dass es ein gutes Jahr wird, zumindest keine weiteren großen Katastrophen - ist das heutzutage schon zuviel verlangt? In der letzten "Natur&Garten" stand ein schöner Artikel zu "insektenfreundlichen" Pflanzen. Der fasst im Grunde alles zusammen, was ich Ihnen (schon mehrmals?) erzählt habe - aber evtl. auf kurzweiligere Art, geschrieben von Reinhard Witt, seines Zeichens der "Chef" des Naturgartenvereins und Journalist. Der versteht also was vom Schreiben. Ich habe letztens meine Homepage aktualisiert. Nichts Großartiges, nur einige neue Bilder, ein schönes neues Projekt in der Bildergalerie, ein bisschen hier, ein bisschen da... Vielleicht haben Sie ja Lust, sich ein wenig in den Sommer entführen zu lassen. Ansonsten ist im Garten derzeit nichts zu tun - freuen wir uns darüber, dass er nun seine Ruhe hat und wir auch. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, ich lebe, was das Fernsehen und "soziale Medien" betrifft, voll hinter dem Mond, aber ab und zu bekomme ich doch mal den einen oder anderen Hinweis und gehe ihm nach. Hier ist nun einer, der mir wert scheint, weitergegeben zu werden. Am 3.11. gab es im ZDF eine spannende und witzige Sendung zu "unserem" Thema. Jan Böhmermann behandelt das Thema "Biene vs. Borkenkäfer" (externer Link zu youtube) - sehr witzig und lehrreich. 🙂 Ich bin bis zum Schluss kleben geblieben, habe mich köstlich amüsiert und innerlich mehrmals die Faust in die Luft gestoßen. Wollen Sie gleich aktiv werden für die Insekten? Dann seien Sie etwas weniger aktiv und räumen Sie nicht überall das Laub weg, schon gar nicht mit Gebläse oder - Gott bewahre - mit Laubsauger. Laub muss nur weg von Rasen- und Wiesenflächen - die auch noch vor dem Winter kurz geschnitten werden sollten -, von Wegeflächen und sonnigen Magerbeeten. Unter Gehölzen, auf Gemüse, in schattigen und nährstoffreichen Beeten kann es liegen bleiben. Ausnahme sind Eiche und Walnuss. Diese besser wegtun und - je nach Dosis - kompostieren oder zum Kompostwerk bzw. Biotonne bzw. Recyclinghof bringen. Alles andere Laub, sofern gesund, können Sie gern dick mulchen unter Gehölzen, an den Fuß der Himbeeren, auf den Rhabarber, ins Frühbeet oder Gewächshaus, aufs Gemüsebeet. Holen Sie das Laub aus dem Teich, ehe es versinkt, also alle paar Tage. Die trockenen Stengel der Blumen können gern bis zum Frühjahrsputz stehen bleiben: In den Stengeln überwintern viele Insekten, und die Samen werden von Vögeln gefressen. Umgekippte Stengel können Sie bodennah abbrechen oder abschneiden und wieder senkrecht in den Boden stecken. Bei dicken Stengeln wie von Königskerzen und Karden steche ich dazu mit dem Spaten einen Schlitz in den Boden, versenke den Stengel und trete beiderseits fest. Fertig ist der standfeste Winterschmuck. Schlechte Nachricht: Der Oktober dieses Jahres war der wärmste seit 125.000 Jahren (!!!!) (externer Link). Hm... Und kein positiver Abschluss? Für uns zumindest hat sich das Wetter doch toll angefühlt, oder? Wenn man nicht genauer drüber nachdenkt zumindest... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, an diesem regnerischen Tag... Erfreulich an dem vielen Regen ist, dass wir das Wasser brauchen. Wichtig, darauf wurde hier schon mehrmals hingewiesen, ist hierbei, dass wir das Regenwasser vor Ort versickern lassen und damit das Grundwasser wieder auffüllen. Dieses Jahr hat es zumindest hier bislang mehr geregnet als jeweils in den vergangenen drei kompletten Jahren. In meinem Garten bis heute genau 800 mm. Letztes Jahr waren es insgesamt nur 630 mm... Vielleicht entdecken Sie in Ihrem Garten noch die eine oder andere Fläche, die sich entsiegeln ließe, also wo gepflastert ist, was aber nicht sein muss. Oder fließt gar Ihr Dachwasser noch in die Kanalisation? Dann gibt es eine einfache Möglichkeit, das zu ändern: Eine Klappe ins Fallrohr einbauen und das Wasser z.B. in eine Sickermulde leiten oder schlicht weg vom Haus und in den Garten. Oder etwas luxuriöser: In ein Sumpfbeet, das in einen naturnahen Teich überläuft, der dann in eine Sickermulde oder den Garten überläuft. So hat man das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. 🙂 Wenn Sie sehen wollen, wie sowas geht - nächstes Jahr öffne ich meinen Garten wieder an einem Wochenende für interessierte Besucher, da können Sie sich eine mögliche Lösung anschauen. Die Wiesen sind im Moment, so kommt es mir vor, in aller Munde. Ich möchte Ihnen einen entsprechenden Veranstaltungshinweis weiterleiten. Vielleicht spannend für Sie? Im letzten NaBu-Heft, das nebenbei bemerkt großartig war, habe ich einen Artikel gefunden, der schön zusammenfasst, was es mit "Blühmischungen" auf sich hat. Siehe Anhang "Blühstreifen". Aus demselben Heft ein sehr guter Beitrag zur Wiesenpflege. Mit der Pflege steht und fällt die Artenvielfalt und Schönheit und v.a. Dauerhaftigkeit der Wiese. Siehe Anhang "Wiesenmahd". Last not least, ebenfalls vom NaBu, Hinweise zum Artenschutz am Gebäude (externer Link). Bestimmt spannend, wenn Sie über Sanierung oder bauliche Veränderungen an Ihrem Heim nachdenken. Das war's schon für heute. 🙂 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, der Wonnemonat September ist da. Nun, zumindest ist es für mich ein Wonnemonat - noch ein bisschen sommerlich, aber nicht mehr so heiß, und meistens trocken. Dazu dieses schöne Licht, weil die Sonne nicht mehr so hoch steht und gerade in der Dämmerung die Farben leuchten lässt. So zumindest war es bisher in meinem Leben. Mal sehn, ob wir nach diesem nassen Sommer ein paar Altweibersommerwochen bekommen. Der Juli und August waren extrem regenreich. Ich lese meinen Regenmesser täglich ab und notiere. Bis jetzt hat es hier schon mehr geregnet als im ganzen letzten Jahr. Der Juli (gut 130 mm) brachte mehr Regen als der Januar (knapp 130 mm), und der August genauso viel wie der Januar. Dagegen waren der Mai und Juni extrem trocken (je ca. 30 mm). Wenigstens mussten wir in diesem Sommer, außer in der Hauptsaatzeit, nicht so viel rennen, um das Gemüse ausreichend zu gießen... 🙂 Ich habe wieder einige kleine Dinge für Sie gesammelt, die ich Ihnen heute ans Herz legen möchte. Z.B. warum es nicht egal ist, wo wir unsere Pflanzen kaufen. Mag sein, dass man die regionalen oder lokalen konventionellen Gärtnereien unterstützen und vielleicht dazu bringen sollte, endlich auch heimische Wildpflanzen zu ziehen. Aber: Solange die mit Torf arbeiten, geht das für mich nicht. Torf gehört ins Moor! Und außerdem - lesen Sie die kleine "Notiz vom BUND". Oder gleich ausführlich (externer Link). Ich kaufe weiterhin bei Bio-Gärtnereien. Die arbeiten torffrei oder doch allerwenigstens mit nur wenig beigemischtem Torf (immer noch schlimm genug!) Und auch die neue Schrot&Korn hat wieder einen spannenden Artikel gebracht, der mit dem Naturgartenthema und einem meiner Herzensthemen zu tun hat: Regenwasserversickerung und Grundwasserneubildung - unsere beste und einfachste Methode, uns so gut wie möglich vor der Dürre zu schützen. Denn wie wir es bislang machten - das Regenwasser so schnell wie möglich aus der Fläche abzuführen, statt es vor Ort versickern zu lassen, ist der Holzweg. Ergebnis: ausgetrocknete Böden hier, Überschwemmungen, Erosion und andere üble Folgen dort. Kennen Sie oder sind Sie Kleingärtner? Dann dürfte ein Beitrag vom Naturgarten e.V. (externer Link) für Sie interessant sein. Ich hab in dieser Gegend auch als Kleingärtnerin angefangen, mein erster eigener Naturgarten war ein Kleingarten. Der befand sich in HH-Langenhorn, KGV Diekmoor II, Pz. 81. Ich war damals (2011/2012) ein absoluter Pionier der Szene in den Hamburger Kleingärten - so wage ich zu behaupten. Der Vorstand machte lange Zähne, als er bemerkte, wie ich ticke. Es gab diverse Anfragen seitens des Vorstands beim Landesbund, frei nach dem Motto: "Derf die des?" Und ja - sie durfte! Ich musste mich nur an die geltenden Vorschriften halten, was die Hecken zu den Wegen hin betrifft und die Pflege der angrenzenden Wege. Und der Garten durfte nicht verwildern, aber das hatte ich im Griff. V.a. hielt ich mich an die ursprünglich vorgesehene Aufteilung des Kleingartens: mindestens 1/3 der Fläche soll der Selbstversorgung dienen. Ich habe also alle Regeln strikt beachtet (man überzeugt niemanden, indem man ihn vor den Kopf stößt oder provoziert). Und ich habe die gewöhnliche Entwicklung aller Pioniere durchgemacht: Erst wurde ich verlacht, dann misstrauisch beäugt, evtl. sogar angefeindet. Und dann kamen die ersten Kleingärtner rum und fragten, wie ich das mache, wo man das kriegt, wie das geht, und vor allem: ob sie sich ein paar Samen mitnehmen können. Als ich den Garten 2019 ganz aufgab ("vererbte" ihn an einen meiner damaligen Helfer), hatten sich zahlreiche der von mir eingesetzten Blumen innerhalb der Anlage magisch vermehrt. Der anfangs geschmähte Schneckenzaun blinkte in vielen Gärten, und auch drei weitere Totholzhecken konnte ich in der Nachbarschaft zählen. Ich wage auch zu behaupten, dass die Hamburger Karden (Dipsacus sylvestris) ihre Wanderung in die Stadt von meinem Garten aus begannen, und, wie ich zugebe, von den Gärten meiner Hamburger Kunden aus, denn ich pflanzte Samenstände der Karde aus meinem Garten in fast alle Kundengärten, dass sie sich dort aussamen und verbreiten. 🙂 Selbst in Sachen Obstschnitt konnte ich einiges in meinem Verein bewirken. Zumal ich mich dort als Fachberater wählen ließ: "Was du nicht aufhalten kannst, an dessen Spitze musst du dich stellen." So habe ich viele subversive Ideen unter den Kleingärtnern gestreut. 😉 Der Garten hatte 2014 sogar den ersten Preis gewonnen bei "Hamburg summt" in der Kategorie der Kleingärten. Dass mein Garten gewinnen wird, war mir schon bei der Bewerbung zum Wettbewerb klar, denn es gab keine ernst zu nehmende Konkurrenz unter den Hamburger Kleingärten - damals. Seitdem aber hat sich einiges getan! Der Landesbund der Gartenfreunde wurde Mitglied im Naturgarten e.V., inzwischen ist ein Naturgärtner Landesfachberater geworden, und in Hamburgs Kleingartenvereinen sind inzwischen so einige "waschechte" Naturgärten entstanden, nicht zuletzt dank der rührigen Regionalgruppe Hamburg des Naturgarten e.V. Ich stürze mich jetzt gleich wieder kopfüber in den Garten, denn draußen ist MEIN Wetter: heiterer Himmel, leichte Brise und nicht mehr als 20°C. 🙂 Bei dem regenreichen Sommer ist mir der Garten fast über den Kopf gewachsen, da muss ich doch gegensteuern... Genießen Sie den schönen September! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, heute ist mein Newsletter sehr kurz und besteht nur aus meinem beim Naturgarten e.V. veröffentlichten Beitrag über Natursteine. Ich hab mal eine norddeutsche Sichtweise auf Trockenmauern geschrieben. Die Kommafehler im Text bitte ich zu entschuldigen: Da scheint sich jemand bemüßigt gefühlt zu haben, die Kommata zwischen zwei Hauptsätzen, die, so habe ich es in der Schule gelernt, zwingend dorthin gehören, herauszulöschen. Verschlimmbessern nennt man sowas... Das Stöbern auf den Seiten des Naturgarten e.V. lohnt sich immer. Und noch eine Anekdote aus meinem Garten als PS: An der Hauswand zum Teich hin (Nordseite, überdacht) klettern Libellenlarven hoch (ich tippe auf die Blaugrüne Mosaikjungfer) und schlüpfen dort, lassen ihre Exjuvien zurück. In rauen Mengen. Ein paar Fotos dazu. Ein Bild zeigt den morgendlichen Blick aus dem Wohnzimmer durch die Terrassentür, vor der ein Insektennetz hängt - und daran unten die Exhuvie, oben die junge Libelle. Eines zeigt eine "Massenkarambolage" - drei Libellen fanden denselben Platz toll und hängten sich ancheinander übereinander auf. Schlüpfende Libellen, Exhuvien überall, junge, noch weiche Libellen, die am Trocknen sind. Ich gebe jedes Jahr spätestens nach der 15. Exhuvie das Zählen auf. 🙂 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, der Höhepunkt des Sommers ist erreicht! Zumindest was die Blütenpracht der heimischen Pflanzen angeht, und parallel auch im Lebenszyklus der Wildbienen und vieler anderer Krabbeltiere. Blumen und Bestäuber sind aneinander angepasst, sowohl im Zusammenspiel der Arten als auch zeitlich. Ich genieße meinen bombastisch schönen Garten - wenn auch immer nur aus dem Augenwinkel, denn die Erntezeit hat mich voll im Griff. Beerenernte: Erdbeeren, Johannisbeeren, eine Unmenge wieder in diesem Jahr. Bald kommen die Stachelbeeren dazu. Eine schöne Anekdote aus meinem Garten: Letztens bekam ich den Mund nicht mehr zu, als ich eine Schwarze Holzbiene an meinem Blasenstrauch entdeckte. Die kenne ich nur aus Süddeutschland. Ich lernte sie 2011 in der Fortbildung zum Naturgartenprofi kennen, als wir mit Reinhard Witt auf einem Naturnahen Spielgelände vor so einem Strauch standen und er berichtete, dass die Schwarze Holzbiene u.a. auf diesen Strauch angewiesen ist. Damals war mir beides neu, sowohl der Strauch (Colutea arborescens) als auch die Biene (Xylocopa violacea). Und genau in dem Moment, als Reinhard Witt davon berichtete, landete eine vor uns. Ziemlich dicker Brummer. Und nun ist sie hier bei mir im Garten! Hier in Norddeutschland. Kürzlich hörte ich aber, dass sie wohl schon richtig angekommen ist, denn auch andere haben sie schon gesehen. Nun denn - pflanzen wir also Blasensträucher! 🙂 Achtung: Der Blasenstrauch braucht es vollsonnig und trocken. Und hier noch ein kleiner Hörtipp: Im "Selbermach-Tipp" bei Umwelt&Verbraucher vom DLF kommt diesmal Ulrike Aufderheide (externer Link), eine Koryphäe vom Naturgarten-Verein, zum Thema naturnahe Gärten zu Wort. Mir ganz aus dem Herzen gesprochen: entsiegeln! Genießen Sie den Sommer! Die Dürre, die frische Pflanzungen oder Ansaaten bislang hat stillstehen lassen, ist ja nun hoffentlich erstmal für ein Weilchen unterbrochen, und hoffentlich bekommen wir regelmäßig etwas Regen. Denn nur vom gießen kann man seine Neuanalage nicht zu üppigem Wachstum bringen, es sei denn, man würde massenweise Wasser aufbringen, und das lässt sich hinsichtlich Trinkwasserverschwendung oder "Brunnenausbeutung" bei sinkenden Grundwasserständen denn doch nicht vertreten... Zumal, wie man hört, auch schon der eine oder andere private Brunnen trockengefallen ist. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, endlich geht es so richtig los! Alles explodiert, jeden Tag öffnen sich neue Blüten, es ist herrlich. Meine Frühansaaten im Gemüsebeet sind dieses Jahr wohl wegen der Kälte, v.a. der frostigen Nächte, eher spärlich ausgefallen. Oder sagen wir so: Ein Teil kam gar nicht, der andere viel zu spät, und nun habe ich eine Salat- und Radieschen-Schwemme, weil die frühen Sätze gemeinsam mit den späten Sätzen aufgelaufen sind. Ist aber auch schön, wenn man jeden Abend in einer großen Schüssel mit taufrischem Salat und gehobelten Radieschen schwelgen kann. 🙂 Letztens gab es ein spannendes Interview im Radio zum Thema Fleisch und Klimaschutz (externer Link). Ein recht differenzierter Blick - zu komplex für die alltäglichen Situationen, in denen man erklären soll, warum man hier und/oder jetzt grad dieses Fleisch nicht isst und anderes dann doch. Wer nicht aus grundsätzlichen moralischen Gründen ganz auf Fleisch oder tierische Produkte verzichtet, sondern eher aus ökologischen und nicht komplett, der kann schon mal in Erklärungsnot kommen, wenn das Gegenüber keine Geduld hat für mehr als nur drei kurze Sätze. Kennen Sie das auch? 😉 Beim Naturgartenthema geht mir das ebenfalls sehr oft so. Beide hängen doch irgendwie zusammen, finde ich. Am 18.6. Sonntag ist der Tag der Offenen Gartenpforte (externer Link) - ich weiß nicht genau, wie weit gefasst, nehme aber teil. Es sieht so aus, als ob mindestens die Samtgemeinde Salzhausen daran beteiligt ist. Ich nehme daran dieses Jahr zum ersten Mal teil. Man sagte mir, dass ich mit sehr vielen Besuchern rechnen muss. Sie sind eingeladen, auch vorbeizuschauen und vielleicht bei der Gelegenheit andere Gärten anzusehen. Allerdings öffne ich meinen Garten auch speziell für meine Kunden, dazu folgt eine extra Mail. Genießen Sie diese Zeit - nicht mehr kalt, noch nicht so heiß. Wer weiß, wie lange uns das beschieden ist. Leider schon wieder mit zu wenig Regen... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, bäh, was für ein Wetter heute! Nieselt es Bei Ihnen auch schon den ganzen Tag? In der letzten "Schrot & Korn" war endlich auch mal der Naturgarten Thema, und siehe da, eine Expertin aus dem Verein kam zu Wort. Der Artikel war schön geschrieben, wenn auch strotzend von inhaltlichen Fehlern... Aber dafür ein klasse Interview mit Dorothee Dernbach, das ich für Sie gescant habe: "Der erste Schritt zum Naturgarten ist der Griff in die richtige Tüte." Jawoll! Diese unsäglichen Samentütchen mit ihren unsäglichen "Blühwiesen" und "Bienenmenüs" und welche Fantasienamen noch man auf diesen Mischungen liest, sind fast alle - pardon - Bullshit. Es sind zum allergrößten Teil Mischungen aus exotischen Sommerblumen. Das sind meistens Einjährige, deren Natur es ist, schnell zu keimen, zu wachsen, zu blühen und sich zu versamen (im besten Falle). Mischungen, die auf einen schnellen Effekt aus sind, aber einen eher begrenzten Nutzen jenseits der Optik haben. Wiederhole ich mich? 😉 Nun, man kann das nicht oft genug sagen: Wirklich sinnvoll für unsere Tierwelt sind nur die heimischen Arten. Dorothee Dernbach erklärt, worauf man achten sollte. Im letzten NaBu-Heft fand ich einen spannenden Artikel über die Mähroboter, die jetzt so modern sind, und den freundlichst zur Kenntnis zu nehmen ich Sie bitte. Vielleicht kann man ja mit dem Schicksal der Igel überzeugen... Themawechsel. Haben Sie schon von den Klimabäumen gehört? Im Zuge der Klimakrise sterben unsere Wälder (insb. Fichtenforste), und findige Leute sind auf die Idee gekommen, deshalb Baumarten aus anderen Weltregionen bei uns zu pflanzen, die mit Hitze und Trockenheit angeblich besser umgehen können. Aus gegebenem Anlass hatte ich mir diese Liste mal von der Gemeinde zukommen lassen. Und war entsetzt, dass in dieser Liste sehr viele Exoten und auch Sorten stehen. Daraufhin habe ich in der Gemeinde ein bisschen Welle gemacht und u.a. folgendes geäußert: "Wieso um alles in der Welt sollen wir jetzt Exoten pflanzen? Ist den Experten bewusst, dass exotische Pflanzen den wenigsten unserer heimischen Tiere etwas nützen? Gerade die Ansiedlung von Exoten ist, neben der Agrarindustrie und der Zerstörung und Zerschneidung von Lebensraum, der wichtigste, von jedem selbst zu beeinflussende, Grund, warum unsere heimische Tierwelt, allen voran die Insekten, so bedroht ist. Wir haben in D ca. 585 (je nach Artkonzept) Wildbienen- und Hummelarten, von denen ca. 90% (!!!) oligolektisch sind, also auf ganz bestimmte heimische Pflanzenarten angewiesen. Fehlt die Pflanze, fehlt das Tier. So ähnlich ist es mit der Vogelwelt. Warum kann man sich nicht auf die heimischen Arten beschränken und damit gefällte Bäume wenigstens ansatzweise potentiell für die Zukunft ökologisch gleichwertig ersetzen? Mit einem Exoten pflanzt man ein ökologisches Loch in die sowieso schon so löcherige Landschaft. Wir brauchen KEINE Exoten, um der Klimakatastrophe zu begegnen, schon gar nicht aus Übersee oder Asien. Wenn überhaupt, dann könnten wir uns in Südosteuropa umsehen. Die dort heimischen Arten sind unseren heimischen Arten genetisch näher und evtl. unserer Tierwelt auch etwas weniger fremd und unverdaulich." An die Untere Naturschutzbehörde des LK Harburg schrieb ich ungefähr dies bezüglich der Liste der "Klimabäume": "Ich habe diese Liste recherchiert und die Bäume entsprechend ihrer Herkunft markiert. Leider sind nur sehr wenige heimische Arten dabei - diese sind pink angestrichen. Die Wildart ist irgendwelchen Sorten vorzuziehen. Zum ersten, weil bei Sorten oft Merkmale verschwunden sind, die für die entsprechende Tierwelt wichtig wären, zum anderen, weil Sorten in ihrer genetischen Bandbreite sehr schmal geworden sind und deshalb tendenziell weniger anpassungsfähig. Die Exoten habe ich unterschieden nach der Herkunft aus Europa und Westasien - die man laut Konsens im Naturgarten e.V. (www.naturgarten.org) evtl. als mögliche Arten in Betracht ziehen könnte - einerseits, und solchen aus Ostasien und Übersee stammend andererseits, die unseren heimischen Arten viel zu unähnlich sind, als dass sie auch nur ansatzweise für irgendwelche Tiere interessant sein könnten. Wie immer bestätigen Ausnahmen hierbei die Regel und gehen sicherlich einige Generalisten auch an die eine oder andere dieser Arten. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man heutzutage noch Robinien empfehlen kann, die als invasive Neophyten inzwischen wirkliche Probleme bereiten, wie ich u.a. in Brandenburg beobachten musste. Nun weiß ich nicht, welche Eigenschaften die empfohlenen Robinien-Sorten haben, aber Sorten sind ja sowieso nicht unbedingt günstig. In jedem Falle sollten die heimischen Wildarten bevorzugt werden. Hier die kommentierte Liste. Als Quellen habe ich floraweb.de und citree.de genutzt. Aber einige der exotischen Arten waren selbst dort nicht zu finden... Statistik: 23 kleinkronige Arten. Davon 3 heimische Wildarten (13%), 7 Arten definitiv unbrauchbar (30%). 30 mittelkronige Arten. Davon 2 heimische Wildarten (7%), 15 Arten definitiv unbrauchbar (50%). 17 großkronige Arten. Davon 4 heimische Wildarten (24%), 6 Arten definitiv unbrauchbar (35%). In Summe: 70 Arten. Davon 9 heimische Wildarten (13%), 28 Arten definitiv unbrauchbar (40%). Von Hand gezählt und gerechnet, ich hoffe, dass ich mich nicht verrechnet habe. Das Ergebnis ist meines Erachtens nicht zufriedenstellend." Die Bürgermeisterin und der Bauhofleiter luden mich zu einem sehr konstruktiven Gespräch ein - aber seitdem ist Ruhe... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, aus gegebenem Anlass melde ich mich wieder bei Ihnen. Ich selbst habe letztes Jahr an einem sehr interessanten Kurs teilgenommen, der auf den ersten Blick zwar nur entfernt mit dem Naturgarten-Thema zu tun hat, auf den zweiten aber doch sehr viel, denn das geht uns alle in unseren ganzen Leben an, auch unseren Garten. Der Kurs trägt den Namen "klimafit" und wird deutschlandweit über die VHS angeboten. Er kostet nicht viel, man trifft sich sechsmal, so war es letztes Jahr. Die Stimmung (ich war in Winsen) war großartig, ich konnte mich vernetzen und interessante Leute kennenlernen, die in die gleiche Richtung schauen wie ich. Auch lernten wir in dem Kurs neben Faktenwissen und Zusammenhängen auch Entscheidungsträger kennen und konnten sie befragen. Vielleicht wollen Sie sich das auch mal antun? Es lohnt sich! Hier, was unsere Kursleiterin uns ehemaligen Teilnehmern kürzlich zuschickte zum verteilen: --- Der klimafit-Kurs startet am 21.3. in Winsen. In Lüneburg startet der Kurs am 22.3. Dieses Jahr wird er an *149 Volkshochschulstandorten* angeboten und hoffentlich überall stattfinden. Zur Anmeldung (zwei Beispiele): KVHS Landkreis Harburg (externer Link) VHS Lüneburg (externer Link) --- Außerdem wissen Sie bereits, dass der Vogeltod durch Glasscheiben für mich ein Thema ist. Denn was bringt es, wenn wir die Vögel in unsere Gärten locken und sie dann an unseren Fenstern und Türen zu Tode kommen lassen? Im aktuellen BUND-Heft habe ich einen Link mit spannenden Informationen gefunden, wo auch aufgelistet (externer Link) ist, was NICHT hilft (was man aber allerorten sieht) Da wird auch eine Broschüre zum Download angeboten - die können Sie ja lesen, während Sie darauf warten, dass es endlich Frühling wird. 🙂 Vielleicht hilft Ihnen die Broschüre bei der Planung Ihres neuen Hauses oder in der Gemeinde? Juhu - die ersten Frühblüher sind schon da: Schneeglöckchen, Winterlinge, Vorfrühlingsalpenveilchen, auch die Krokusse und an einigen Orten die Märzbecher spitzen bereits. Bitte haben Sie noch etwas Geduld mit Ihrem Garten, bitte warten Sie noch ein klein wenig mit dem Frühjahrsputz. Ich beginne dieses Jahr auch schon recht früh damit - im März - und hoffe, dass das Wetter mitspielen wird. Falls Sie mehr Frühblüher für Ihren Garten möchten - ich schicke im Laufe des Frühlings wieder meine Sammelbestellungstabelle für Frühblüher und andere Geophyten herum. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, meine Winterpause neigt sich dem Ende entgegen. Ich war fleißig! Unter anderem habe ich meine Homepage wieder erweitert. Sie finden zwei neue Projekte dort in der Galerie bei den Projektbeispielen und hier und da weitere Bilder, u.a. ein neuer Jahresrückblick beim Hausgarten. Wer Fehler findet, teile sie mir bitte mit! Egal ob Links, fehlende Fotos oder Tippfehler - ich bin dankbar für jeden Hinweis. Auch möchte ich Ihnen diese kleine Arte-Dokumentation (externer Link) empfehlen. Das betrifft zwar nicht den Garten draußen, aber drinnen. Und was für drinnen gilt, sollte auch für draußen gelten. Vor allem wird den wenigsten bewusst sein, wie es um die Erzeugung von Zimmerpflanzen bestellt ist. Und welche Folgen die Topfblume am Fenster für Wälder in anderen Teilen der Erde hat. Spannend! Und ernüchternd. Nun beginnt auch bald wieder meine VHS-Saison. Schauen Sie doch mal auf meinen Seiten beim Kursangebot. Vielleicht ist da was für Sie dabei? Oder Sie schicken Freunde hin, die Sie für diese Themen begeistern möchten? Der Januar war wie so oft zeitweise wieder ziemlich mild. Ich hoffe, dass Sie sich davon nicht haben täuschen lassen. Der Februar steht noch vor uns, und sicherlich erinnern Sie sich an die vergangenen Jahre: Da war der Februar meist sehr ungemütlich mit Frost, Schnee und/oder Stürmen. Also lassen Sie sich von den ersten Sonnenstrahlen nicht verführen, Ihre Beete abzuräumen. Damit tun Sie weder den Pflanzen noch dem Boden und erst recht dem Tierleben gar keinen Gefallen. Verlieren Sie nicht die Geduld! Der nächste Frühling kommt bestimmt. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, heute hat meine Winterpause begonnen. Nun, als Pause kann ich das im Grunde nicht bezeichnen. Das Einzige, was hier pausiert, ist das Geldverdienen. 😉 Die Arbeit geht trotzdem weiter - die unbezahlte, alles, was während der Saison liegen geblieben ist. Die Werkstatt will z.B. gepflegt werden. Bald werde ich meine Homepage aktualisieren, insbesondere die Bildergalerie. Ich werde meine Kurse weiter aufpeppen, mich weiterbilden und noch vieles mehr. Und vielleicht tatsächlich auch mal die Füße hochlegen mit Buch, Kerze und Likör oder ein paar Tage Tapetenwechsel. Apropos "weiterbilden": Der Naturgarten-Verein bietet drei spannende Online-Vorträge (externer Link) an, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Ich hab mich natürlich schon angemeldet. 😉 Es gibt auch einen neuen kleinen Imagefilm (externer Link) des Vereins, den Sie hier sehen können: Zu diesem Film gibt es schon eine kleine Anekdote. Ich hab nämlich den Filmemachern ein Feedback dazu geschrieben, auf das man auch reagierte. Diesen Mailwechsel gebe ich hier mal zum Besten: Was ich schrieb: "...Den neuen kleinen Film des Naturgarten e.V. finde ich großartig und toll gemacht. Ich bin begeistert, v.a. auch davon, wie schlicht und ergreifend die ökologischen Zusammenhänge dargestellt sind. Er ist sehr motivierend. Super! Aber - und das fällt mir jetzt nicht zu ersten Mal in unseren Naturgärtnerkreisen auf: Es ist eine erstens süddeutsche und zweitens mir nicht ausreichend reflektierte Perspektive. Die Naturgartenbeispiele sind proppevoll mit Natursteintrockenmauern, mit Schotterflächen usw. Nun, im Süden gibt es sicherlich alle naslang einen Steinbruch. Aber wie sieht es denn aus mit dem Fakt, dass durch den Einsatz neuer Natursteine, die in einem Steinbruch gebrochen werden müssen, dort Primärnatur zerstört wird, um hier Sekundärnatur zu erschaffen? Ist das wirklich sinnvoll? Genauso die Unmengen an Schotter, selbe Quelle. Ist nicht die Primärnatur viel wichtiger als die von Naturgärtnern erschaffene Sekundärnatur? Klar, so ein Garten sieht toll aus und lockt viele Tiere an, aber ist das wirklich ein guter Ansatz, wenn vorher dafür ein Stück gewachsene Landschaft zerstört wurde? Mir kommt hier der Recyclinggedanke bei weitem viel zu kurz. Es sieht so aus, als hätten wir kein Ressourcenproblem, kein Problem der Zerstörung von Naturflächen durch Tagebaue gleich welcher Art. Warum propagiert Ihr nicht das Recycling? Warum zeigt Ihr nicht wenigstens Beispiele? Recycling-Trockenmauern, Recycling-Pflaster, kreatives Upcycling alter Baustoffe u.ä. - mir fehlt dieser Aspekt komplett. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass mit den süddeutschen Natursteintrockenmauern hier im Norden Begehrlichkeiten geweckt werden, die ohne umweltzerstörerisch weite Steintransporte nicht bedient werden können. Wo sind die Beispielbilder aus Norddeutschland? Die Friesenwälle z.B.? Da ich persönlich das Recycling in mein ganzes Leben integriert habe, so auch in meine naturgärtnerische Arbeit: Ich baue Trockenmauern so gut wie nie aus Natursteinen, sondern fast immer aus Recyclingsteinen, seien es Gehwegplatten, Ziegel oder altes Granitgroßpflaster, ansonsten natürlich die hierzulande üblichen Friesenwälle." Antwort: "Liebe Grit Lory, herzlichen Dank für das wichtige Feedback. Tatsächlich befürworten wir sehr Trockenmauern aus Recyclingmaterial, so war beispielsweise auch die Mauer im BUGA-Schaugarten in Erfurt eine Recyclingmauer. Das Thema der Steinbrüche war auch bereits Bestandteil der Naturgartentage. Allerdings müssen wir das wirklich deutlicher propagieren, da haben Sie vollkommen recht! Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Sie für unsere Website hierzu einen oder sogar zwei Artikel schreiben könnten. Bei den Brennpunktthemen könnte das Ressourcenproblem angesprochen und Recyclingmauern als perfekte Alternative vorgestellt werden. Im Wissenblog könnte der Friesenwall als Beispiel gezeigt und dessen Bautechnik erläutert werden. ... Wie gesagt, wir wären Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar für einen solchen Input. Denn die meisten Aktiven sitzen nun mal im süddeutschen Raum, und deshalb gibt es dann immer wieder die Bilder von dort, die leider halt auch dominieren. Herzliche Grüße Carola Hoppen NaturGarten e.V. Vorstand Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit" Jaja, schon hat man wieder einen Job auf's Auge gedrückt bekommen... 😉 Themenwechsel: Vogelschutz. Im letzten NaBu-Heft fand ich ein kleines Artikelchen dazu. Ich persönlich habe die Fenster und Terrassentür zum Garten und Teich hin mit Perlenvorhängen (von außen!) ausgestattet, damit sich bei mir kein Vogel nach einem Bad im Teich den Kopf einschlägt. Man gewöhnt sich dran. Und es ist 100 Millionen mal besser als der Bums an der Scheibe und dann der Blick auf den mindestens benommenen, wenn nicht gar toten Vogel. Am schlimmsten sind die verspiegelten Fenster. Greifvogelsilhouetten taugen nichts, auch der "Bird pen" ist wirkungslos. Wenn Sie Ihre Fenster mal gründlich betrachten und irgendwo etwas wie einen fedrigen Stempel so wie hingestäubt entdecken, dann ist das der Abdruck eines Vogelkörpers - der Staub aus dem Gefieder sorgt für dieses Bild. Machen auch Sie Winterpause? Machen auch Sie Winterpause! Zumindest hinsichtlich Garten. Lassen Sie ihn jetzt ganz in Ruhe. Überall haben sich Tierchen verkrochen, verteilen Pflanzen mit Bedacht ihre Samen, ziehen Regenwürmer herabgefallenes Laub in den Boden, zersetzen unbekannte Mini-Wesen die Laubstreu. Lassen wir sie in Ruhe. Bis zum Frühling. Hardcore und ökologisch korrekt wäre es, alles bis in den Mai hinein liegen und stehen zu lassen, bis wirklich alle Langschläfer aufgewacht sind. Aber daran denken wir jetzt noch nicht... Wir packen alles ein, was eingepackt gehört, sichern den Krimskrams im Garten gegen die Winterstürme, Blumentöpfe evtl. gegen Frost - fertig. Und nun: Auf eine schöne Adventszeit und ein Frohes Weihnachtsfest!. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, ich möchte die Einladung des Naturgarten e.V. zu den Naturgartentagen (NGT) weitergeben. Ich selbst hab mich selbstverständlich längst angemeldet. 🙂 Die NGT sind jedes Jahr und jedes Jahr großartig und sehr lehrreich. Hier der Text der Einladung: "Die Biodiversitätskrise ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Artenreiche Blumenwiesen und vielfältige Säume in der Landschaft und im Siedlungsraum sind die wesentlichsten Elemente, dieser Krise zu begegnen. Sie sind so wichtig und so bedroht, dass der NaturGarten e.V. als bundesdeutsche Umweltschutzorganisation ihnen einen öffentlichen Kongress widmet. Bei den Naturgartentagen vom 3. bis 5. Februar 2023 werden Vortragende und Teilnehmende aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Benelux erwartet. Hochkarätige, wissenschaftlich fundierte und allgemeinverständliche Vorträge werden mit praktischen Workshops ergänzt. Biologen und Naturschützer geben nicht nur ihr Wissen weiter, sondern begeistern für artenreiche Wiesen und wilde Säume. Spätestens nach dem Multivisionsvortrag von Jan Haft, dem bekannten Biologen und Dokumentarfilmer, Produzent vielfach prämierter Tier- und Naturfilme, wird sich niemand mehr der Magie von Weiden und naturnahen Gärten entziehen können. Im Anhang finden Sie die Einladung mit den wichtigsten Informationen, weitere Infos direkt beim Verein (externer Link). Es ist nun schon ein paar Wochen her, dass mich ein Eisvogel aus der Fassung brachte. Ganz einfach, indem er an meinem Gartenteich auftauchte. Ich weiß noch, dass ich gerade telefonierte. (Von meinem Schreibtisch aus blicke ich auf den Teich, genau auf die Stelle, die sich die Vögel als Badestelle ausgesucht haben.) Und dann verlor ich den Gesprächsfaden - denn da saß plötzlich ein Eisvogel auf dem Wurzelstubben am Teichufer. Ich traute meinen Augen kaum. Der scheue Eisvogel, der blaue Blitz der naturnahen Fließgewässer - an einem Gartenteich?! Mit Hilfe des Fernglases und meiner miserablen Handykamera (abenteuerliche Konstruktion!) hab ich ihn abgelichtet. In den folgenden Tagen hörte ich, wenn ich davon berichtete, auch aus anderen Richtungen, dass Eisvögel an Gartenteichen gesichtet worden seien, teils schon länger und regelmäßig. "Mein" Eisvogel kam dann ebenfalls regelmäßig und erjagte dort auch etwas. Als ich mich mit dem Fernglas auf die Lauer legte, konnte ich erkennen, dass er es auf die Libellenlarven abgesehen hatte. Nun ja. Wenigstens nicht die paar Molche, die sich inzwischen eingefunden haben. Libellenlarven schwimmen in meinem Teich in rauen Mengen herum. Ist der Eisvogel also eine weitere Tierart, die ihr Glück, weil in der ausgeräumten Landschaft kaum noch was zu holen ist, jetzt auch in den menschlichen Siedlungen versucht? Bekanntlich sind ja so einige Tierarten Kulturfolger, allen voran Ratten, Hausmäuse und Haussperlinge, mal abgesehen von den vielen kleinen Lästlingen und Schädlingen in Haus und Vorräten. Die Amsel, früher ausschließlich ein Waldvogel, ist im 19. Jahrundert in die Siedlungen gekommen. Als ich 2010 mal ein Jahr in Hessen wohnte, entdeckte ich dort in einer Kleinstadt einen weiteren Vogel, den ich bis dato ausschließlich aus dem Wald kannte, wo er sich als "Waldpolizei" einen lautstark rätschenden Namen gemacht hat: den Eichelhäher. Auch der hat seit kurzem, so mein Eindruck, Städte als Lebensraum für sich auserkoren. Ebenso der Grünspecht. Früher kam der mir so gut wie nie unter. Vielleicht passten auch meine Heimatregion und sein Lebensraum nicht zusammen. Aber nun sehe ich ihn alle naslang in Dörfern, u.a. an meinem Teich. Was sagt uns das? Nun, wir wissen es bereits: Die ausgeräumte Agrarlandschaft vertreibt immer mehr Tiere und treibt sie in die menschlichen Siedlungen. Ich glaube nicht, dass die das lustig finden, sondern lieber draußen geblieben wären in ihren angestammten Lebensräumen. Aber was bleibt ihnen übrig? Mit einem Naturgarten können wir ihnen im übertragenen Sinne wenigstens eine Suppenküche und einen Wohncontainer mit Klappbett bieten. Fällt Ihnen was auf? Flüchtlinge allerorten... (nicht nur menschliche). Ob wohl die COP 27 irgend etwas bringt? Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, jaja, erst ewig nicks, und jetzt so viel auf einmal... Heute geht es um Wildbienen und ihre Verwandten. Ich möchte Ihnen einige Erkenntnisse weitergeben, die ich aus der Lektüre des letzten Natur&Garten-Heftes zum Thema "Wildbienen, Wespen und Hornisse" gewann. Vorher aber noch eine Zahl, die ich im Zoologischen Museum in der Insektenausstellung aufgeschnappt habe: 585 Wildbienen- und Hummelarten gibt es in Deutschland. Weltweit sind bislang mehr als 20.000 Arten beschrieben (heißt es im N&G-Heft). Bei Wikipedia ist von 30.000 Arten die Rede. Im o.g. Heft war zu lesen: 1. Knapp 70% aller heimischen Wildbienenarten legen ihre Nester im Erdboden an. Konsequenz für uns: Nisthilfen aus Holz und Ton sind nett und attraktiv, nützen aber maximal 30% der Arten. Deshalb ist es sinnvoll, ein sogenanntes "Sandarium" anzulegen, also eine Fläche, die nur sandig ist, am besten etwas lehmig. Ohne Bewuchs oder nur sehr spärlich. 2. Ca. 1/3 der Arten ist mehr oder weniger spezialisiert auf Pollen bestimmer Pflanzenarten (oligolektisch). Auch wenn andere Blüten vorhanden sind, suchen die entsprechenden Weibchen "ihre" Blüten. Schön, wenn sie welche finden und dabei kurze Wege haben. Männchen und Generalisten bevorzugen zwar auch bestimmte Arten, können aber ausweichen auf andere, wenn diese nicht vorhanden sind. Anmerkung von mir: Ich habe letztes Jahr auf der "Naturgarten-intensiv"-Tagung zum Thema Insekten gelernt, dass nicht nur 1/3, sondern 90% der Arten spezialisiert sind. Wahrscheinlich gibt es in verschiedenen Studien unterschiedliche Schwellen, ab wievielen gewählten Blumenarten eine Wildbienenart als Generalist gilt. Dasselbe mit der Zahl der Arten. Auf dieser Tagung lernte ich, dass es ca. 300 Wildbienenarten gibt (siehe oben: statt 585 Arten). Je nach Studie und "Artkonzept" kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, erklärt dazu Wikipedia. 3. Über 50% der Wildbienenarten sind vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Nun wurde uns jahrelang weisgemacht, die Honigbiene sei gefährdet, was auch heute noch sogar von renommierten Umweltschutzverbäden z.T. so wiedergegeben wird. Dazu siehe den Vergleich zwischen Honigbiene und Wildbienen. (alle Scans aus der N&G) Und was können wir tun? Ganz einfach - einen Naturgarten anbieten! Jetzt sind Sie natürlich ratlos und fragen sich, welche Pflanzen Sie anbieten können. Da weiß ich Rat! 🙂 Top-Hummel-Futterpflanzen Blüh-Gehölze Frühblüher Wenn Sie wissen wollen, ob eine Pflanze heimisch ist oder nicht, dann besuchen Sie doch mal www.floraweb.de (externer Link). Dies ist ein Angebot des Bundesamtes für Naturschutz. Hier finden Sie neben der Angabe ob heimisch oder nicht noch gaaanz viele andere Informatonen. Links ins Suchfeld den Pflanzennamen eingeben (vorzugsweise den wissenschaftlichen, denn der ist eindeutig), und dann rechts die gewünschte Art anklicken - schon kommen die Informationen und weiterführende Links. Ich arbeite ganz viel damit. Zurück zu den Bienen und wie und wo sie wohnen. Sie haben ein Insektenhotel? Sie wollen eins bauen? Ich geb Ihnen mal mit, wie es nicht sein soll. Ausrichtung aller Nisthilfen übrigens am besten nach Osten oder Südosten, damit die Tierchen nach der kühlen Nacht die ersten Sonnenstrahlen bekommen und nachmittags nicht gegrillt werden. Sie wollen mehr wissen? Dieses Heft vom Naturgartenverein ist von der ersten bis zur letzten Zeile spannend und lesenswert, steckt voller Erkenntnisse. Als Mitglied im Verein bekommen Sie es zugeschickt, aber es ist auch auf der Homepage des Vereins zu erwerben: www.naturgarten.org. Ich bin von den letzten Heften jedesmal restlos begeistert! 🙂 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, die letzte Mail ist schon zwei Monate her - ich hatte viel zu tun. 🙂 Im August, kurz bevor die Sonderausstellung über Insekten im Zoologischen Museum Hamburgs endete, habe ich mich dort umgesehen und fand sie sehr spannend und lehrreich. Aber auch der Rest der erschlagend umfangreichen Ausstellung, die zu allem Überfluss auch noch kostenlos besichtigt werden kann, ist sehr empfehlenswert. Dort fand ich ganz hinten links in der Ecke einen Schaukasten, der mich sehr beeindruckte. Die Problematik war mir schon vorher bewusst, aber nicht dieses Ausmaß. Ich habe den Schaukasten für Sie abgelichtet - erst im Ganzen und dann in Teilen. Damit die Texte lesbar sind. Diese Bilder hänge ich Ihnen an die Mail und wünsche lehrreiche Lektüre. Übersicht Artenschwund auf sanften Pfoten Artenvielfalt für die Katz Anzahl an Katzen in Europa Gefahr mit Kuschelfaktor Artentod durch Hauskatzen Unsere Wildkatze wird verdrängt Hauskatzen und andere Beutegreifer weltweit Katze und Vogel Nachdem solcherart die Hauskatzenlieblinge demontiert wurden, möchte ich als kleinen Lichtblick hinterherschicken, dass der Tierwelt schon sehr geholfen wäre, wenn die Katzen wenigstens in der Vogelschutzzeit, also wenn die Vögel brüten (Februar bis Juni) zumindest vormittags im Haus blieben. Die Jungvögel verlassen gewöhnlich morgens das Nest und sind dann leichte Beute. Bis zum Frühnachmittag haben sie meist ausreichend fliegen gelernt, um einer Katze evtl. zu entkommen. Nichtsdestotrotz bleibt es leider bei den angeführten Zahlen. Die nächsten Kurstermine sind in Arbeit und finden nach und nach Eingang auf meiner Hompage. Schauen Sie doch mal nach. Ich biete nun auch einen weiteren Kurs über Gehölzschnitt ganz allgemein an. Gern weitersagen! Jetzt ist Hochzeit zum Stecken von Frühblühern. Davon kann man kaum genug haben. 🙂 Einmal stecken reicht nicht, man sollte immer wieder nachstecken in den ersten Jahren, denn richtig schön wird es erst, wenn richtig viele Blüten da sind und im zeitigen Frühjahr den Winterendeblues vertreiben. Ganz abgesehen vom Futter für die erwachten Wildbienen- und Hummelköniginnen usw. Ich mache jedes Jahr eine Sammelbestellung - bei Interesse melden Sie sich gern. Ich schicke aber auch nochmal eine Erinnerungsmail im Frühjahr. Jetzt hat der Herbst begonnen. Die Blumen sind größtenteils fertig mit ihrem Jahresgeschäft und warten darauf, dass ihre Samen den Weg in den Boden finden, gern ein Stück abseits von der Mutterpflanze. Viele Kerbtiere suchen sich bald ein Winterquartier und finden es nicht selten in trockenen Blumenstengeln oder unter abgefallenem Laub oder trockenen Blättern usw. Die Vögel fressen viele der Samen direkt aus den Samenständen- so ist es also nur recht und billig, die trockenen Stengel stehen zu lassen. Falls Sie einige Karden oder Disteln im Garten haben, können Sie vielleicht auch Stieglitze beobachten, die fahren total auf Karden ab. Die Obstbäume hingen und hängen dieses Jahr voll wie lange nicht mehr. Das Frühjahr war warm und trocken, die Bienen waren fleißig, es hat nicht in die Blüte reingeregnet oder -gefroren. Ich wünsche Ihnen frohe Ernte und schöne Produkte: Saft, Mus, Dörrobst, Kuchen usw. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, ja, schon wieder ein Newsletter! 🙂 Heute möchte ich aus Gründen das Mitgliederheft des Naturgartenvereins mal kräft loben. Die "Natur und Garten" ist jedesmal ein Juweil, weil inhaltlich top und sehr fundiert geschrieben (wenn auch nicht immer frei von Tippfehlern...). Im Naturgarten e.V. sind nämlich diverse Koryphäen der Ökologie, Pflanzen-, Insekten- und allgemeinen Tierkunde versammelt. Und diese geben ihr Wissen gern weiter. Aber nicht nur die; dort kommen viele, die etwas Spannendes und Wichtiges beizutragen haben, zu Wort. Jedes Heft ist eine Quelle des Wissens. Falls Sie noch nicht Mitglied im Verein sind, können Sie dieses und auch ältere Hefte (samt und sonders sehr empfehlenswert) auf der Homepage des Vereins (externer Link) erwerben. Oder gleich beitreten! 🙂 Keine Bange, ich wurde nicht aufgefordert, die Werbetrommel zu rühren, und bekomme auch keine Tantieme oder wie man das nennt. Ich bin einfach nur überzeugt von diesem Verein und seiner Arbeit. Und das sage ich - die Vereinsmeierei verabscheut! Das Jahrestreffen dieses Vereins ist aber auch alles andere als eine Stammtischrunde. Nein, auf den Naturgartentagen kann man, wie aus den Heften, eine Unmenge lernen und sich nebenbei vernetzen und schöne Dinge sehen, ausprobieren und kaufen. Die nächsten Naturgartentage finden im August statt. Infos auf der Website, ich hatte auch schon mal die Einladung weitergeleitet. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, sitzen Sie heute nachmittag auch kühl? Die Hitze ist ja gruselig. Die Pflanzen ächzen - da trennt sich die Spreu vom Weizen. Da zeigt sich, wer es in Zukunft im Garten aushält und wer nicht. "Nur die Harten komm' in'n Garten!" 🙂 Dauerhat gießen müssen ist schlicht nicht zukunftsfähig (mit Ausnahme des Nutzgartens natürlich). Haben Sie einen Teich? Wie alt ist er, wie sieht er jetzt aus? Starker Algenwuchs bei der Hitze? Lassen Sie mich eine Anekdote erzählen: Der Teich vor meinem Bürofenster ist jetzt ziemlich genau 3 Jahre und 2 Monate alt. Als er frisch gebaut war, musste er im Sommer 2019, weil ringsum noch alles Baustelle war, während drei Starkregen dreimal Schlamm schlucken, der hineingespült wurde. Gar nicht gut! Dazu ist so ein Teich anfangs ja recht mager bewachsen, die Wasseroberfläche nicht beschattet von Schwimmblättern, kaum Pflanzen, die nennenswert Nitrat (Stickstoff) entziehen und Sauerstoff liefern. Anfangs ist das eine Party für die Algen, v.a. die Fadenalgen, die jeder Teichbesitzer kennt und hasst. Nicht wahr? Meinem Teich erging es ähnlich, und der Schlamm tat sein übriges. Im Spätsommer 2019 musste ich viele Algen rausholen. Im Frühling 2020 blühten Blaualgen - ganz furchtbar. Und danach wieder Fadenalgen. Parallel breiteten sich aber die Pflanzen aus, ebenso 2021, als das Algenproblem schon weniger wurde, nur noch bis zur Sommersonnenwende und recht moderat auftrat. Und dieses Jahr - fast nichts (nur im Frühjahr ein bisschen)! Der Teich ist wunderbar bewachsen, das Wasser wird beschattet durch zahlreiche Schwimmblätter, und die Pflanzen futtern fleißig Nitrat und nun endlich auch genug Phosphat aus dem Wasser. Denn das Phosphat ist der Kasus knaxus in neuen Teichen: Algen brauchen viel Phosphat und breiten sich deswegen in neuen Teichen mit anfangs nur wenigen Pflanzen prima aus. Aber die gute Nachricht ist: Die Pflanzen breiten sich auch schnell aus - wenn Sie die Samenstände stehen lassen! - und holen sehr bald das überschüssige Phosphat aus dem Wasser. Natürlich vorausgesetzt, dass Sie fleißig rauskeschern, was reinfällt, v.a. das Herbstlaub. Wenn Ihr Teich auch nach Jahren trotz üppigem Pflanzenwachstum noch herumalgt - sprechen Sie mich an, vielleicht weiß ich einen kleinen Geheimtip. 🙂 In dieser Dürre sollten wir Wasser sparen, nicht wahr. Deshalb ist jetzt wahrlich nicht die Zeit für Ansaaten. Sollten Sie dennoch etwas ausgesät haben und es feucht halten wollen, dann ist eine dünne Mulchschicht aus Grasschnitt oder Ähnlichem ein Muss. Sonst geht das nicht, denn die Hitze zieht jede Feuchtigkeit aus dem Boden. Überhaupt ist nackter Boden derzeit gar nicht gut beraten, denn der wird jetzt, wo er ganz ausgetrocknet ist, wasserabweisend. Wenn nun der nächste Starkregen kommt oder einfach nur ein normaler Landregen, dann wird das Wasser dort kaum versickern, sondern abfließen und auch Boden mitnehmen. Auch hier hilft mulchen. Und als Notfallmaßnahme nachts oder frühmorgens mit sehr feinem Sprühnebel den Boden anfeuchten, dass er bereit ist für den in Kürze folgenden Regenguss. Haben Sie es auch schon bemerkt? Am heißesten ist es dort, wo alles versiegelt ist: Beton- und Pflasterflächen, Straßen, Hauswände. Um so mehr sollten neu geplante Wege und -flächen im Garten besser nicht gepflastert, sondern als versickerungsoffene wassergebundene Wegedecke gebaut werden. Sie können gepflasterte Flächen, sofern nicht in Beton gebaut, problemlos entsiegeln, indem Sie die Steine oder Platten hochnehmen und auf das vorhandene Fundament aus Schotter (und Sandbettung) eine wassergebundene Wegedecke (nur noch die Deckschicht) bauen. Aus den aufgenommenen Steinen lässt sich evtl. eine Recyclingtrockenmauer bauen. Entsiegelung ist das A und O in der heutigen Zeit, in der gutes Wetter etwas mit Regen zu tun hat und der Wetterbericht im Radio, wenn er von Sonnenschein spricht, schon mal sehr ernst klingt. Wie war das noch vor 10 oder 20 Jahren? Als ich 2011 nach Hamburg kam und zwei ekelhaft verregnete Sommer (2011, 2012) erlebte, fragte ich mich, in was für ein furchtbares Klima ("Hamburger Schietwetter") ich gekommen bin und wie ich nur konnte! Ja, das ist 10 Jahre her... Im Juli und August ist die Zeit für den Sommerschnitt an Gehölzen, deren Wachstum man etwas bremsen will. Ich hatte das in einem früheren Newsletter schon mal beschrieben: Sie stellen sich vor Ihren Strauch und schauen nach dem höchsten oder störendsten Ast. Den verfolgen Sie bis dahin, wo er aus dem Boden kommt oder wo er von einem Ast abzweigt. Und genau da schneiden Sie ihn ab. Also ganz rausnehmen - ableiten auf einen anderen Ast bzw. Zweig oder eben am Boden abschneiden. Keine Stummel schneiden! Das Gehölz treibt immer da aus, wo es abgeschnitten wurde. Am Stummel wächst also ein hässlicher Besen. Wenn Sie dicht über dem Boden abschneiden, treibt der Strauch auch aus dem Boden wieder aus - und genau das wollen wir. Genießen Sie den Sommer! Ich persönlich baue meinen Hang zum Frühaufstehen derzeit aus, denn draußen ist es frühmorgens (und damit meine ich früh, also schon vor sechs Uhr) am schönsten. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, wieder aus gegebenem Anlass melde ich mich heute bei Ihnen. Mir ist eine Einladung zu einem Sensenkurs ins Haus geflattert, die ich gern an Sie weitergeben möchte - vielleicht hat jemand Interesse? Hier der Text von Eberhard Parnitzke: ---- Das Mähen mit der Sense ist die umweltfreundlichste Art, eine Wiese kurz zu halten. Da die Zeit etwas drängt - das hohe Gras wird immer trockener -, und damit immer schwerer zu mähen, biete ich am Sonntag, den 26.6.2022 einen Sensenkurs an. Wir fangen früh an, um die Morgenfeuchtigkeit zu nutzen, denn anders als beim Rasenmäher ist etwas Nässe sehr vorteilhaft für eine leichte Mahd. Wir treffen uns im BienenBlumen-Garten und gehen dann gemeinsam zu einer nahegelegenen Wiese, die besonders für Anfänger geeignet ist, da das Gras hier nicht so dicht steht. Treffpunkt: Alte Heerstr. 20, 21401 Bavendorf Zeit: Sonntag, den 26.06. 7:30 Uhr Kosten: 22,- € für ca. 3 Stunden Unterricht Ich werde Übungssensen vorbereiten. Das Dengeln lernen wir im Anschluss, damit die Leute nicht zu früh aus den Betten fallen. Nur mit einer gut gedengelten Sense kann man richtig mähen. ---- Übrigens verkauft Eberhard Parnitzke in seinem BienenBlumen-Garten auch selbst gezogene heimische Wildpflanzen und weiß viel über sie zu berichten. Wer südlich von Hamburg wohnt, hat nun wieder mit der Trockenheit massiv zu kämpfen. Ich möchte wiederholen, was ich zu einem früheren Zeitpunkt bereits schrieb: Bitte gießen Sie Ihre Pflanzen selten, dafür gründlich. So erziehen Sie sie dazu, ihre Wurzeln nach unten und dem Wasser hinterher zu schicken. Selbstverständlich ist das Gießen nur nötig im Gemüsegarten, bei den Topfpflanzen und bei den Neuankömmlingen im ersten und evtl. im zweiten Sommer. Neue Ansaatflächen allerdings sollten durchweg feucht gehalten werden. Eine dünne Mulchschicht aus z.B. Grasschnitt oder Laub schützt vor Verdunstung und Verkrustung des Bodens. Holzschnitzel oder Stroh sind ungeeignet. Ich persönlich habe meine Gemüsebeete und die Himbeeren und Erdbeeren u.a. mit dem Unkraut gemulcht, das ich anderswo aus dem Boden ziehe. Und in Kürze kommt das Heu von meiner Obstwiese dazu. "Einmal gemulcht ist zehnmal gehackt, einmal gehackt ist zehnmal gegossen", lautet ein Gärtner-Spruch, den ich seit meinen Kindertagen kenne. Genießen Sie die längsten Tage des Jahres! Denn ab jetzt geht es wieder abwärts... 😉 Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, mal wieder aus gegebenem Anlass, aber heute nur kurz. Trotzdem fordert dieser Newsletter ca. 15 min Ihrer Zeit - ich schicke Ihnen nämlich zwei Links. 🙂 Der erste ist zu einem kurzen Interwiev (externer Link), das ich heute morgen im Radio hörte und das ich unterschreiben möchte. Und außerdem habe ich in einem kleinen Filmchen (externer Link zu youtube) mitgewirkt, das, wie ich finde, inhaltlich gut gelungen ist. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn wünsche ich Ihnen! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, keine Sorge, ich werde die Newsletter-Frequenz nicht dauerhaft erhöhen! 🙂 Dies aus gegebenem Anlass: Gestern bekam ich vom Naturgarten e.V. den Hinweis auf die Regionaltage (externer Link), die nach langer Corona-Pause nun wieder stattfinden: Nun ist dies eine Veranstaltungsreihe, die nicht unbedingt Privatleute anspricht, sondern in erster Linie öffentliche Träger und Firmen. Vielleicht kennen oder wissen Sie jemanden, den diese Veranstaltung interessieren könnte? Dann leiten Sie diesen Hinweis sehr gern weiter. Oder sind Sie selbst jemand aus der Zielgruppe? Immerhin gibt es dieses Jahr auch einen Termin in Schleswig-Holstein! Und als kleine Erinnerung: Wenn Sie Zwiebeln bestellen wollen und es bislang noch nicht getan haben, dann haben Sie jetzt noch einige wenige Tage Zeit. Sonntag abend ist Deadline - Montag früh verschicke ich meine Bestellung. Sie können gern dazuschreiben, ob Sie die Zwiebeln dann bei mir abholen oder zugeschickt bekommen möchten. Oder ob wir zum Stecken kommen sollen. Lieferung irgendwann im August oder September - da melde ich mich, wenn es soweit ist. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, hurra, es wird Frühling! Mit dem Obstschnitt bin ich fast durch, nun geht es an den Frühjahrsputz. Eigentlich sollte man noch ein bisschen warten mit dem Putzen der Beete - aber ich kann es niemandem verdenken, der schon angefangen hat, zumindest mit den sonnigen Flächen. Immerhin protzen die Krokusse und Schneeglöckchen bereits ein Weilchen, und die anderen Frühblüher zeigen schon ihre Spitzen. Einige Winterblüher (meist Exoten) verwöhnen uns ebenfalls mit Farbtupfern. Auch die Forsythie steht in den Startlöchern. Ein Wort zur Forsythie. Wer von Ihnen hat eine im Garten? Wohlinformierte Stammkunden wissen bereits, wie ich zu diesem Strauch stehe. 🙂 Da geht der Daumen senkrecht nach unten. Warum? Der wissenschaftliche Name ist Forsythia x intermedia. Das "x" ist ein Hinweis auf eine Hybridkreuzung, und sicherlich wissen Sie, dass Hybridkreuzungen sehr oft steril sind (auch bei Tieren). So auch die Forsythie. Im zeitigen Frühjahr, wenn nur wenige andere Blüten da sind, prangt sie in leuchtendem Gelb, lockt Bienen- und Hummelköniginnen an und - hat absolut nichts zu bieten. Die Blüten bestehen nur aus vier Kronblättern und sonst nichts. Kein Nektar, kein Pollen. Und das in einer Zeit des mageren Angebotes, der ausgehungerten Insekten, bei denen jeder geflogene Meter über Leben oder Verhungern entscheiden kann. Schmeißen Sie Ihre Forsythie raus! Jetzt noch ein Osterstrauß, die Blütenpracht samt bunten Eiern in der Vase genießen - und weg damit! Als Alternative - gelb und früh blühend - bietet sich die Kornelkirsche (Cornus mas) an. Da dies ein Großstrauch ist, kann sie die Forsythie, zumindest, was die Größe betrifft, nicht 1:1 ersetzen. Sie braucht mehr Platz. Oder man greift zu einer Zwergsorte, die es heute auch schon gibt. Allgemein können Sie ganz leicht beurteilen, ob eine Pflanze in Ihrem Garten, die mit schönen Blüten geschmückt ist, der Tierwelt etwas zu bieten hat: Blüten ja, aber niemals Früchte? Dann ist die Blüte steril und nützt niemandem etwas. Die Blüte ist ja nicht dazu da, uns zu erfreuen, sondern Bestäuber anzulocken, die im Gegenzug für die Dienstleistung der Bestäubung Pollen und/oder Nektar erhalten. Kein Pollen oder Nektar - keine Bestäubung - keine Frucht. So wie bei Weigelie, Deutzie, Flieder, Forsythie, Azalee, Ranunkelstrauch, Rhododendron, Hortensie, gefüllte Edelrosen, Funkie, Geranie, alle gefüllten Blumen (z.B. Ranunkeln, Pompom-Dahlien) usw. usf... Wandern Sie mal mit entsprechend geschärftem Auge durch Ihren Garten. Und halten den Daumen bereit: Blüte und dann Frucht - Daumen hoch. Blüte, aber dann keine Frucht - Daumen runter. Im nächsten Newsletter gehen wir einen Schritt weiter und beleuchten die exotischen und heimischen Blüten und Früchte. Mit dieser Mail schicke ich Ihnen meinen Bestellzettel für die Frühblüher bzw. Geophyten. Wie jedes Jahr mache ich auch diesmal eine Sammelbestellung und nehme Ihre Bestellungen gern entgegen. Bitte tragen Sie Ihre Wünsche in die Tabelle ein und beachten Sie bitte die Mindestbestellmengen pro Art und die Mindestbestellsumme. Für das Konfektionieren und Verpacken und evtl. auch für das Verschicken fallen weitere Kosten an, die ich jetzt aber noch nicht konkret angeben kann. Das richtet sich nach dem Aufwand des Konfektionierens. Aber es werden keine immensen Summen sein, meist irgendwas zwischen 5 und 20 EUR (plus Versand). Die Zwiebeln können auf drei Wegen zu Ihnen kommen: 1. Ich schicke sie per Post. 2. Sie holen sie bei mir ab. 3. Ich bringe sie mit zu einem Termin vor Ort, bei dem wir sie evtl. auch gleich stecken. Diese Variante ist natürlich an eine entsprechende Terminvereinbarung gebunden und limitiert. 🙂 Meist werden die Zwiebeln im Spätsommer geliefert und sind dann im Laufe des Septembers fertig sortiert. Sobald es soweit ist, melde ich mich bei Ihnen. Sie können gern dazuschreiben, auf welchem Wege die Zwiebeln zu Ihnen kommen sollen. Bei neuen Gärten oder Beeten empfehle ich, die ersten Jahre immer wieder nachzustecken, dass die Frühlblüher immer üppiger werden. Den ausgefüllten Bestellzettel senden Sie mir bitte bis spätestens 3.4. (Sonntag) zurück, dass ich am Montag die Sammelbestellung fertig machen kann. (Wenn möglich, die ods-Datei, ansonsten die andere.) Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling! Und wollen wir hoffen, dass es ein friedlicher wird. Dass er für uns friedlich bleibt und für die Ukraine wieder Frieden bringt. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, hatte es Sie auch schon in den Fingern gejuckt, endlich den Frühling einzuleiten und rauszugehen zum Frühjahrsputz? Stopp! Spätestens heute, wo alles wieder eine Reifschicht hat, sehen wir, dass es für einen Frühjahrsputz noch zu früh ist. Der nackte Boden wäre dem Frost schutzlos ausgesetzt, und die Tiere sind mit dem Überwintern auch noch nicht fertig - die hätten Sie schon rausgeworfen aus ihrem Winterquartier, und damit getötet. Deshalb: Gut, wer es geschafft hat, die Füße oder besser gesagt die Hände stillzuhalten. Kommende Woche beginnt meine Saison wieder - beste Zeit für den Winterobstschnitt. Und letzte Phase des Winterschnitts allgemein. Wir unterscheiden zwischen Winter- und Sommerschnitt, wobei der Winterschnitt triebanregend und der Sommerschnitt triebberuhigend wirkt. Das liegt ganz einfach an folgendem: Vor dem Winter hat das Gehölz seine Vorräte und Nährstoffe aus den Blättern und Zweigen zurückgeholt in die Wurzel (deshalb verfärben sich die Blätter, weil das Chlorophyll abgebaut und zurückgeholt wird). Nun ist die Wurzel prallvoll mit Nährstoffen. Wenn wir jetzt vor dem Austrieb die Krone durch einen Schnitt verkleinern, ist die Wurzel "zu groß" für die Krone (denn die sind im Gleichgewicht), hat also mehr Nährstoffe vorrätig, als aktuell gebraucht werden, und das Gehölz wird stärker austreiben. So regt man den Neuaustrieb an. Die Wirkung ist im Spätherbst stärker als im zeitigen Frühjahr, denn während des Winters werden auch Vorräte verbraucht. Deshalb werden z.B. Formschnitthecken eher im Spätherbst geschnitten, denn die sollen sich ja verzweigen und dicht und üppig wachsen. Wer nun also seine Gehölze, die er eigentlich etwas kleiner halten will, im Spätherbst schneidet (wie es leider allgemein üblich ist), der schafft sich selbst mehr Arbeit, weil er den Neutrieb fördert. Bitte beachten Sie: Der strenge Vogelschutz verbietet das Beschneiden und Roden der Gehölze von März bis Juni, ausgenommen sind nur Obstgehölze. Es ist also streng untersagt, z.B. mit lärmenden Heckenscheren in der höchsten Brutzeit an Formschnitthecken herumzuschneiden. 50.000 EUR Strafe, so heißt es. Aber allein der Gedanke, dass man damit evtl. Vogeleltern von ihren Gelegen vertreibt oder sie dazu bringt, ihre Jungen im Stich zu lassen, oder dass die Heckenschere ein noch nicht flügges Vögelchen zerschreddert - allein das sollte Grund genug sein, die Heckenschere im Schuppen zu lassen. Ab Juli sind "kosmetische" Schnitte erlaubt. Da beginnt auch die Zeit des Sommerschnitts, den ich meist im Juli und August durchführe, auch beim Obst. Der Sommerschnitt wirkt triebberuhigend, denn noch während das Gehölz mit all seinem Laub assimiliert und Nährstoffvorräte in Wurzel und Stamm einlagert, nehmen wir ihm Laub weg. Es kann also weniger Vorräte anlegen und wird deshalb im kommenden Jahr weniger stark austreiben. Bitte ab ca. September nicht mehr schneiden, erst wieder, wenn das Laub abgefallen ist. Im September zu schneiden, regt das Gehölz evtl. zum Neuaustrieb an, aber diese Triebe werden es nicht mehr schaffen, bis zum Winter zu verholzen, und könnten dann erfrieren. Erst ab Ende Oktober ungefähr sind die Gehölze in der Winterruhe (wenn das Laub von den Bäumen gefallen ist), ab da ist wieder die Zeit des Winterschnitts. Wie schneiden wir? Formschnitthecken mit der Heckenschere - ganz klar. Wir schneiden die Triebspitzen ab und regen dadurch die Triebe an, sich zu verzweigen und ganz dicht zu werden. Aber freiwachsende Gehölze, Sträucher, und das gilt grundsätzlich auch für das Obst, schneiden wir keinesfalls so! Der typische und allseitsberüchtigte "Hausmeisterschnitt", den Sie allenthalben v.a. im öffentlichen Raum sehen, ist nicht nur furchtbar hässlich, sondern auch furchtbar schädlich. Was das ist? Nun, da wird die Heckenschere über die frei wachsenden Sträucher geschwungen, so hoch man eben kommt, ein Pilzkopf entsteht. Und die Folge ist: Unten einige verkahlte, überalterte Stämmchen, oben ganz viele Knubbel, aus denen immer wieder die "Besen" austreiben, und der ganze Strauch sieht, v.a. wenn er kahl ist, einfach nur trübsinnig-traurig und zum fürchten aus. FALSCH! Wie geht es richtig? Stellen Sie sich vor einen nicht auf diese Weise verstümmelten Strauch und studieren Sie ihn. Wo entspringen die Stämmchen? Wie verlaufen sie? Was tun sie weiter oben? Sehen Sie die Verzweigungen? Sehen Sie den eleganten Wuchs? Wenn Sie den Strauch verkleinern wollten, was würden Sie tun? Dort abschneiden, wo er beginnt, Ihnen zu hoch zu werden? FALSCH! Was passiert? Genau unterhalb dieser Schnittstelle würde er neu austreiben, und zwar einen "Besen" bilden, also mehrere sehr gerade Zweige, und wäre kurze zeit später wieder so hoch wie vorher - nur jetzt hässlich und verstümmelt. So geht es also nicht. Wie dann? Nun, Sie gucken sich die Äste aus, die am längsten sind, verfolgen die mit den Augen nach unten, wo sie rauskommen - z.B. aus dem Boden oder aus einem größeren Ast oder Stämmchen - und schneiden dort ab. Am besten immer dicht über dem Boden. So fällt es gar nicht auf, dass der Strauch geschnitten wurde, er behält seinen schönen Wuchs, und v.a.: Er treibt aus dem Boden neu aus, denn tendenziell treiben die Gehölze dort aus, wo sie geschnitten wurden. Verstümmelte Sträucher lassen sich wieder schön machen, indem man über mehrere Jahre gestreckt immer (im Sommer) einige der alten Stämmchen bodennah abschneidet. Dann wird Neutrieb aus dem Boden kommen, und nach ein paar Jahren haben Sie alle verstümmelten Stämmchen durch junge neue Stämmchen ersetzt. Bitte beachten: Maximal 1/3 der Krone auf einmal wegschneiden, eher weniger! Ansonsten wird das Ungleichgewicht zwischen Wurzel und Krone zu groß, und das Gehölz treibt wie bekloppt, oder - bei Bäumen - kann es passieren, dass der Stamm Risse bekommt von zu großem Saftdruck der Wurzel. Dies ist ein schon zu langer Roman, und es gäbe dazu noch viel mehr zu sagen... Gehölzschnitt ist mir ein Herzensthema, und ich biete dazu Kurse an. V.a. Obstschnittkurse, aber neuerdings auch zu allgemeinem Gehölzschnitt. Zu finden auf meiner Homepage. Zum Obstschnitt wäre nochmal mindestens ein solcher Text nötig, um wenigstens die Basics zu erklären. Aber im Grunde ist es kein Hexenwerk. 🙂 Man muss nur die Wuchsgesetze kennen und beachten, dann klappt das, und zwar mit fast allen Gehölzen. Dazu vielleicht später mehr... Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, das neue Jahr hat nun schon wieder einen halben Monat auf dem Buckel - die Zeit rennt. Ich bin in der Winterpause, was allerdings v.a. für die Gärten gilt - ich selbst habe noch immer einen langen Aufgabenzettel. Im Dezember habe ich den ersten Punkt auf diesem Zettel abgehakt: Meine erste Fachbetriebs-Folgeprüfung. 2016 wurde ich zertifiziert als "Fachbetrieb für naturnahes Grün, empfohlen von Bioland". Als solcher wird man alle fünf Jahre nachgeprüft und muss dafür drei Projekte einreichen, die von Bioland anhand der Belege (Rechnungen, Lieferscheine, Planungsunterlagen) geprüft werden: Welche Baustoffe (regional, naturnah), welche Pflanzen (heimisch, aus Bio-Erzeugung) wie verwendet wurden. Mitte Dezember war dann die "praktische" Prüfung. Das bedeutet, dass eines der Projekte begutachtet wurde hinsichtlich der praktischen Umsetzung und ob ich tatsächlich naturnah arbeite und auch korrekt umsetze, was ich tu. Die Prüferin sagte zuletzt, als ich fragte, ob ich bestanden hätte: "Aber sowas von!" 🙂 Nun warte ich auf die entsprechenden Unterlagen: Die drei eingereichten Projekte, eines davon mein eigener neuer Garten, bekommen dann ein Zertifikat als echter Naturgarten. Ein umfangreicher Punkt auf meinem Aufgabenzettel war wie jedes Jahr die Galerie auf meiner Homepage. Klicken Sie gern mal rein - neue Projektbeispiele, neue naturnahe Einzelbeispiele, neue Fotos in der Serie "Ein Hausgarten entwickelt sich". Winterpause. Der Garten möchte jetzt in Ruhe gelassen werden. Für den Obstschnitt findet sich ab Februar oder März Zeit, und der Frühjahrsputz kann auch noch bis März oder April warten. Die Tiere, die in den trockenen Blumenstengeln und unter dem Laub überwintern, freuen sich, wenn sie bis zum Frühjahr ungestört bleiben. Buchtipp - auch aus diesem Grunde gestalte ich Naturgärten: "Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird". Harter Tobak, nichts für schwache Nerven. Da hilft: Nicht aufgeben und Natur in den Garten holen. Mit freundlichem Gruß, Grit Lory
Hallo liebe Kundinnen und Kunden, heute ist es soweit - mein erster Newsletter. 🙂 Auf drei Punkte möchte ich hinweisen: 1) Die Naturgartentage (externer Link) finden jährlich statt, und sie sind inhaltlich großartig. Vielleicht möchten Sie auch teilnehmen? Hier finden Sie die Informationen - Programm, Anmeldung, Hinweise zur Unterbringung. 2) Nun ist es endlich soweit. Bis auf einen Termin an der VHS Lüneburg stehen meine Kurstermine für das kommende Jahr. 3) Tipps für den Garten. Nun heißt es allerorten, dass der Garten "winterfest" gemacht werden soll. Das geht auch naturnah: Bitte räumen Sie die Beete möglichst nicht ab. Die trockenen Stengel dienen vielen Krabbeltieren als Winter-Unterschlupf, und an den Samen oben knabbern die Vögel. In meinem Vorgarten stehen z.B. viele Karden, in denen jetzt eine ganze Horde von Stieglitzen (Distelfinken) tobt. Meine Nachbarin sagte mir, dass sie jahrelang keine Stieglitze mehr hier gesehen hatte. Und dann kam ich. 😉 Wenn trockene Stengel schief stehen, kann man sie abbrechen und nochmal senkrecht in den Boden stecken. Dadurch wirkt das Beet "trotzdem" gepflegt, und die Stengel bleiben sogar fester stehen... Abgeräumt wird der ganze trockene Kram dann im Frühjahr beim Frühjahrsputz. Das Falllaub können Sie in schattigen Beeten gern liegenlassen, wenn es nicht zu dicke Matten bildet. Aus sonnigen Magerbeeten und von Rasen- und Wiesenflächen sowie Wegen sollte es entfernt werden. Sie können es kompostieren oder dick mulchen unter Gehölzen, um die Himbeeren, auf den Rhabarber, um die Erdbeeren, auf die Gemüsebeete... Ausnahme ist Eichen- und Walnusslaub. Dieses enthält viele Gerbstoffe, die den Stauden nicht guttun. Je nach Menge kann es kompostiert oder sollte entsorgt werden. Oder Sie "bauen" einen Laubhaufen in einer ruhigen Ecke. Die Tierwelt - allen voran der Igel - wird es Ihnen danken. Wiesen- und Rasenflächen sollten kurz in den Winter gehen, also bitte schneiden Sie so bald wie möglich, falls noch nicht geschehen. Wenn die Gräser hoch stehen bleiben, legen sie sich im Winter hin und verfilzen. Dadurch wird die Fläche schwerer zu pflegen, und gerade in der Wiese werden dadurch die Blumen verdrängt. Ich hoffe, dass Sie etwas aus diesem Newsletter für sich mitnehmen. Und es gilt: Weitersagen! Mit freundlichem Gruß, Grit Lory